28 I. Heilige Zeiten.
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loren! Wohne in mir, Mach mich ganz eines mit dir, Der du mich liebend erkoren.
8. Menschenfreund, Jesu, dich lieb ich, dich will ich er— heben, Laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nun leben; Gieb mir auch bald, Jesu, die Kindesgestalt, Völlig mich dir zu ergeben.
Gerh. Tersteegen, 1697—1769.
Mel. Vom Himmel hoch, da komm ich her.
49. Dies ist der Tag,
den Gott gemacht, Sein werd in aller Welt gedacht; Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist!
2. Die Völker haben dein geharrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward; Da sandte Gott von seinem Thron Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn.
3. Wenn ich dies Wunder fassen will, So steht mein Geist vor Ehrfurcht still; Er betet an und er ermißt, Daß Gottes Lieb unendlich ist.
4. Damit der Sünder Gnad erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, Nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, Erscheinst im Fleisch, wirst unser Heil.
5. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, Auf den die Väter hoffend sahn, Dich, meinen Heiland, bet ich an.
6. Du, unser Heil und höchstes Gut, Vereinest dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir.
7. Gedanke voller Majestät, Du bist es, der das Herz erhöht; Gedanke voller Se— ligkeit, Du bist es, der das Herz erfreut.
8. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler ist's, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, Der in des Vaters Schoße sitzt?
9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den Tag der heiligsten Geburt, Und Erde, die ihn heute sieht, Sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied.
10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, Sein werd in aller Welt gedacht; Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist!
Chr. Fürchtegott Gellert, 90 7915—1769


