8 J. Heilige Zeiten.
Schaffe du Wahre Ruh, Wirke nach Gefallen, Ich halt still in allem.
6. Was noch flüchtig, sammle du, Was noch stolz ist, beuge, Was verwirret, bring zur Ruh, Was noch hart, erweiche, Daß in mir Nichts hinfür Lebe noch er— scheine, Als mein Freund alleine.
Gerh. Tersteegen, 1697—1769.
Mel. Liebster Jesu, wir sind hier.
14. Herr, vor deinem An⸗
gesicht Hat die Andacht uns versammelt. Ach, verwirf die Bitten nicht, Die dein Volk dir, Höchster, stammelt! Hör auf unsre schwachen Lieder Und sieh gnädig auf uns nieder!
2. Laß dein Wort, das hier erschallt, Viele gute Früchte bringen Und mit göttlicher Ge— walt Tief in unsre Seelen dringen. Laß es unsern Sinn erneuen Und das Herz mit Trost erfreuen.
3. Dein Gebot mach uns bekannt Und hilf selbst es treu— lich üben, Dich und den, den du gesandt, Jesum Christum, herzlich lieben, Daß kein
Schmerz und keine Freude Uns von deiner Liebe scheide. Daniel Schiebeler, 1741—1774.
Mel. Schmücke dich, o liebe Seele.
15.. dich uns ohne Hülle! Ström auf uns der Gnaden Fülle, Daß an diesem Gottestage Unser Herz der Welt entsage, Daß durch dich, der starb, vom Bösen Uns Gefallne zu erlösen, Deine glaubende Gemeine Mit dem Vater sich vereine.
2. O daß frei von Erden⸗ bürden Und der Sünde Lasten würden Unsre Seelen, unser Wille Sanft wie diese Sab— bathstille! Daß in deines Him— mels Höhen Wir von fern den Aufgang sähen Jenes Lichts, das dann verkläret, Wann der Sabbath ewig währet.
3. Was ich strahlen seh am Throne, Ist es nicht der Sie— ger Krone? Was ich überm Grab einst höre, Sind's nicht Überwinderchöre? Feiernd tragen sie die Palmen, Ihr Triumph erschallt in Psalmen. Herr, du selber wollst mich weihen Diesem Sabbath dei— ner Treuen!
4. Decke meiner Blöße Schande Mit dem festlichen Gewande Deiner Unschuld, daß am Tage Deines Mahls ich froh es wage Dort zu wan— deln, wo voll Gnaden Deine


