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1. Sonntag. 7
Und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir Für und für Trachten zu gefallen, Liebster Gott, in allem.
5. Geist, der alles füllet, Drin wir sind und weben! Aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder! Ich senk mich in dich hinunter, Ich in dir, Du in mir; Laß mich ganz verschwinden, Dich nur sehn und finden!
6. Du durchdringest alles; Laß dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte! Wie die zarten Blumen Willlig sich entfalten Und der Sonne stille halten, Laß mich so Still und froh Deine Strahlen fassen Und dich wirken lassen.
7. Mache mich einfältig, Innig, abgeschieden, Sanft und still in deinem Frieden; Mach mich reines Herzens, Daß ich deine Klarheit Schauen mag in Geist und Wahrheit; Laß mein Herz Himmelwärts Wie ein Adler schweben Und in dir nur leben.
8. Komm in mir zu woh⸗ nen, Laß schon hier auf Erden Ganz dein Heiligtum mich werden. Komm, du nahes Wesen, Dich in mir verkläre, Daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, Sitz und
steh, Laß mich dich erblicken Und vor dir mich bücken! Gerh. Tersteegen, 1697— 1769.
Mel. Mache dich, mein Geist, bereit.
13. Liebster Heiland, nahe dich, Mein Gemüt zu rühren Und aus allem kräftiglich Mich zu dir zu führen, Daß ich dich Inniglich Mög in Liebe fassen, Alles andre lassen.
2. Sammle den zerstreuten Sinn, Treuer Hirt der Seelenl Wenn von dir ich fern noch bin, Muß die Ruh mir fehlen. Lust wie Schmerz Quält das Herz, Du allein kannst geben Ruhe, Freud und Leben.
3. Mache mich von Sorgen frei, Von der Welt geschieden, Daß ich eingekehret sei Stets in deinem Frieden; Daß mein Will, Sanft und still, Ohne Widerstreben Dir sich mög ergeben.
4. Stellt die Welt auf flücht'ge Lust All ihr Thun und Treiben, So sei mir nur eins bewußt: Herr, in dir zu bleiben. Herz und Mut Hat es gut, Wenn ich mich nur übe, Herr, in deiner Liebe.
5. Alles Eitle bleibe fern, Und was sonst kann stören! Jesu, ich will schweigen gern Und dich in mir hören.


