J. Sonntag. 9
Schar du eingeladen, Wo nicht mehr die Streiter ringen, Wo sie Siegeslieder singen! Friedr. Gottlieb Klopstock,
1724— 1803.
Mel. Alle Menschen müssen sterben.
16. Dest, Seelenft esu, Seelenfreund der Deinen, Sonne der Ge⸗ rechtigkeit, Wandelnd unter den Gemeinen, Die zu deinem Dienst bereit: Komm zu uns, wir sind beisammen, Gieße deine Geistesflammen, Gieße Licht und Leben aus Über dies dein Gotteshaus.
2. Komm, belebe alle Glie— der, Du, der Kirche heilig Haupt; Treibe aus, was dir zuwider, Was uns deinen Segen raubt! Komm, entdeck uns in der Klarheit Gottes Herz voll Gnad und Wahrheit, Laß uns fühlen allzugleich: „Ich bin mitten unter euch!“
3. Laß sich die Gemüter kehren Zu dir, Glanz derEwig⸗ keitl Laß uns innigst nur begeh⸗ ren, Was uns dein Erbarmen beut. Laß dein Licht und Leben fließen Undin alle sich ergießen, Stärke deinen Gnadenbund, Herr, in jedes Herzens Grund.
4. Komm, o Herr, in jede Seele, Laß sie deine Wohnung sein, Daß dir einst nicht eine
fehle In der Gotteskinder Reihn. Laß uns deines Geistes Gaben Reichlich mit einander haben; Offenbare heiliglich, Haupt, in allen Gliedern dich! 5. Was von dir uns zuge⸗ flossen, Müsse Geist und Leben sein; Was die Seele hat genos⸗ sen, Mache sie gerecht und rein. Komm, o Jesu, uns zu segnen, Jedem gnädig zu begegnen, Daß in ew'ger Lieb und Treu Jedes dir verbunden sei. Joh. Mich. Hahn, 1758— 1819.
Mel. O du Liebe meiner Liebe.
— 15 wie freun wir uns
der Stunde, Da wir dir, Herr Jesu, nahn, Um aus deinem heil'gen Munde Lebensworte zu empfahn! Laß uns heute nicht vergebens Hörer deines Wortes sein; Schreibe selbst das Wort des Lebens Tief in unsre Herzen ein.
2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen, Großer Meister, rede du! Sieh, wir hören deiner süßen Rede heilsbegierig zu. Lehr uns, wie wir selig werden, Lehr uns, wie wir unsre Zeit, Diese kurze Zeit auf Erden, Nützen für die Ewigkeit.
3. Nun so lege Licht und Liebe, Kraft und Feuer auf dein Wort; Laß es mit lebend'⸗


