genug zu thun. haben erfahren, daß man da⸗ durch nicht ist zu Frieden kom⸗
Derselbi
men. Darum ist not gewesen, diese Lehre vom Glauben an Christum zu predigen und ffei⸗ ßig zu treiben, daß man wisse, daß man allein durch den Glau⸗ ben, ohne Verdienst, Gottes Gnade ergreifet.
Es geschieht auch Unterricht,
daß man hier nicht von solchem geschehen, nicht, daß man dar⸗ Glauben redet, den auch die auf vertraue,
Teufel und Gottlosen haben, die auch die Historien glauben, daß Christus gelitten habe und auferstanden sei von den Toten; sondern man redet vom wahren
Glauben, der da glaubet, daß der heilige Geist gegeben wird,
wir durch Christum Gnade und Vergebung der Sünde erlangen, und der nun weiß, daß er einen gnädigen Gott durch Christum hat, kennet also Gott, rufet
ihn an und ist nicht ohne Gott,
wie die Heiden. Denn der Teufel und Gottlose glauben diesen Artikel, Vergebung der Sünde, nicht; Gott feind, können ihn nicht anrufen, nicht Gutes von ihm hoffen. Und also, wie jetzt
Augsburgische Confession.
gen viel zu Gott, seine Zusage zu em⸗
darum sind sie
547
pfangen. Und Augustinus er⸗ innert uns auch, daß wir das Wort(Glauben) in der Schrift verstehen sollen, daß es heißt Zuversicht zu Gott, daß er uns gnädig sei, und heiße nicht allein, solche Historien zu wissen, wie auch die Teufel wissen. Ferner wird gelehret, daß gute Werke sollen und müssen
Gnade damit zu verdienen, sondern um Gottes⸗ willen und Gott zu Lob. Der Glaube ergreift allezeit allein Gnadeund Vergebung der Sünde. Und dieweil durch den Glauben
so wird auch das Herz geschickt, gute Werke zu thun. Denn zuvor, dieweil es ohne den heiligen Geist ist, so ist es zu schwach; dazu ist es in Teu⸗ fels Gewalt, der die arme menschliche Natur zu vielen Sünden treibet. Wie wir sehen in den Philosophen, welche sich unterstanden, ehrlich und un⸗ sträflich zu leben, haben aber dennoch solches nicht ausgerich— tet, sondern sind in viel große
angezeigt ist, redet, die Schrift öffentliche Sünden gefallen. Al⸗ vom Glauben und heißet Glau⸗ so gehet es mit dem Menschen, ben nicht ein solches Wissen, so er außer dem rechten Glau⸗ das Teufel und gottlose Men-ben ohne den heiligen Geist ist schen haben, denn also wird und sich allein durch eigene vom Glauben gelehret zu He-⸗ menschliche Kräfte regieret. Der⸗ bräern am 11.: Das Glauben halben ist die Lehre vom Glau⸗ sei nicht allein, die Historien ben nicht zu schelten, daß sie wissen, sondern Znversicht haben gute Werke verbiete, sendern


