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röthet sich im Flammenschein— es brennt, es brennt! Der Wetterstrahl schlug ein.
2. Wie nähren Flammen wüthend sich an Flammen!— Jetzt sind sie in das Kirchlein ein⸗ Ilungen, f die Glocken, die zum Sturme ange⸗ lungen, sie haben sich das Grablied selbst ge— sungen; Altar und Kanzel stürzt zerstört zusammen. Die Bibel, die auf dem Altare lag, nichts aus den hellen Flammen retten mag!
3. Doch kann sie auch dem Element nichtwehren, das Wort, das sie Jahrtausenden gekündet, die heil'⸗ gen Funken, die sie selbst entzündet, das GOttes⸗ reich, das sie in's Herz gegründet, mag keine Wuth des Elements zerstören; es lebt ein heilig, gött⸗ lich Flammenwort in alle, alle Ewigkeiten fort.—
4. Gottlob! die Donner schweigen; heiter wieder wird es am Himmel; Sonn' mit hellem Scheine glänzt auf die Trümmer, glänzt auf die Gemeine, mild tröstend, daß sie zage nicht und weine, die Vögel singen freudig ihre Lieder; ein Regenbogen an dem Himmel schwebt, getrost, ruft Alles, unser GOtt noch lebt!—
5. Mein Herz, wie hast du in dem Sturm gebebet! Ach, wie ergriff dich Zittern nur und Zagen! Was willst du einst, was willst du einst erst sagen, wenn GOttes Sohn in jenen letzten Tagen auf Wolken zum Gerichte nieder schwebet? Wenn Sonn' erbleicht, wenn Stern vom Himmel fällt im nahen Untergang der ganzen Welt?
6. Wenn in den Gräbern sich die todten Lei—
ber regen und neu belebt vor ihrem Richter ste⸗
hen, das Buch des Lebens aufgeschlagen sehen, wenn Erd' und Himmel flammend untergehen? wenn es die Besten kaum ertragen mögen, mein sündig Herz, was willst du sagen dann?— dann klagt dich Alles, Alles, Alles an.
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