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verläßt dich nicht,— ob Leiden drückt, ob dich Gefahr umdunkelt— es bleibt ewig klar.
7. Hast du in ihm gelesen:„Sei von dem Fluch befreit!“ dann füllt dein ganzes Wesen auch Frühlingsherrlichkeit— ob außen Winter sei, in dir keimt Lenz und Leben für und für!
„S8. Dann ist des Himmels Bläue, dann Wiese dir und Feld nur Deutung auf die neue, nur auf die bess're Welt— dann klingt dir in der Vögel Chor des Himmels Harmonie schon vor.
9. Dann magst du selbst ein Veilchen sein auf verborg'nem Land, das hier ein kurzes Weilchen blüht still und ungekannt, und wenn es hier sein Blatt gesenkt, erst recht schön an zu blühen fängt.
10. Hinaus, hinaus in's Freie! Der Frühling in der Brust giebt erst die rechte Weihe für Len⸗ zesblüth' und Lust, ihm weht aus Blüth', ihm weht aus Duft entgegen Heimathslicht und Luft.
29. Der Vöglein Chor. Mel. Geh' aus, mein Herz, und suche Freud',
Wie lieblich doch im dunklen Wald der Vög⸗ lein helles Lied erschallt! Die Amsel läßt sich hören, die Rachtigall klagt sanft hinein, der Finke stimmt so freudig drein, als sollt's ihm Niemand wehren.
2. Du liebes, liebes Sängerchor, nicht nimmst du dir's erst lange vor, ein Lied heraus zu brin⸗ gen— des Augenblickes Lust und Gunst ist deine ganze, ganze Kunst, und eigne Brust lehrt singen. „3. Nicht willst du, Finke, Lerche sein— nicht fällt's dir, liebe Amsel, ein:„Wer Nachtigall doch wäre!“ Wie jedes Schnabel GOtt gebaut, so ruft ihr leise oder laut: Gebt unserm GOtt die Ehre! ů 4. Und GOtt, der HErr, auf Seinem Thron,
hört gnädig jeden, jeden Ton und mag Sich recht


