Tod und
5 Mach immer süßer mir den Himmel
und immer bittrer diese Welt;
gib, daß mir in dem Weltgetümmel
die Ewigkeit sei vorgestellt.
Mein Gott,:] ich bitt durch Christi Blut:
Machs nur mit meinem Ende gut!
8 Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Tauf, du bist mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott,: ich bitt durch
Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut!
10 So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt, ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. : Mein Gott,: ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut!
11 Ich leb indes in dir vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis. Mir gnüget, wie mein Gott es füget; ich glaub und bin es ganz gewiß: : Mein Gott,: aus Gnad durch
Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, 1637—1706
Ewigkeit ö 2¹⁷
Eigene Weise 38 Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh, wer deckt sie mit schützenden Fittichen zu? Ach bietet die Welt keine Freistatt uns an, wo Sünde nicht herrschen, nicht an⸗ fechten kann? Nein, nein, nein, nein, hier ist sie
nicht,
die Heimat der Seele ist droben im Licht.
2 Verlasset die Erde, die Heimat zu sehn,
die Heimat der Seele, so herrlich, so schön!
Jerusalem droben, von Golde er⸗ baut,
ist dieses die Heimat der Seele, der Brautꝰ
Ja, ja], dieses allein kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein.
3 Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! Tod, Sünde und Schmerzen, die kennt man dort nicht; das Rauschen der Harfen, der liebͤ⸗ liche Klang bewillkommt die Gelen mit süßem Gesang Ruhe, Ruhe: 5 himmlische Ruh im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu! Franz Ludwig Jörgens, 1792—1837


