Tod und
7 An dir laß gleich den Reben mich bleiben allezeit und ewig bei dir leben
in Himmelswonn und Freud. Jena 1609
Weise: Valet will ich dir geben
368 Ermuntert euch, ihr Frommen,
zeigt eurer Lampen Schein! Der Abend ist gekommen,
die finstre Nacht bricht ein; es hat sich aufgemachet
der Bräutigam mit Pracht; auf, betet, kämpft und wachet, bald ist es Mitternacht.
2 Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit Ol
und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib und Seel!
Die Wächter Zions schreien: der Bräutigam ist nah; begegnet ihm im Reihen
und singt Halleluja!
3 Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor!
Die Tür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit;
auf, auf, ihr Reichsgenossen, der Bräutgam ist nicht weit!
6 Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seid,
Ewigkeit 209
mitleben und regieren
und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegeskron.
9 O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf! Geh auf, erwünschte Sonne, und fördre deinen Lauf!
O Jesu, mach ein Ende
und führ uns aus dem Streit! Wir heben Haupt und Hände nach der Erlösungszeit.
Laurentius Laurenti, 1660—1722
Eigene Weise
369 Es ist ein Schnitter, heißt der Tod, hat Gwalt vom großen Gott: heut wetzt er das Messer, es schneidt schon viel besser, bald wird er drein schneiden, wir müssens nur leiden. Hüt dich, schöns Blümelein!
2 Was heut noch grün und frisch dasteht, wird morgen weggemäht: die edel Narzissel, die himmlische Schlüssel, die schön Hyazinth, die türkische Bünd. Hüt dich, schöns Blümelein!
3 Viel hunderttausend ungezählt da unter die Sichel hinfällt:
sollt nun nach Kreuz und Klagen rot Rosen, weiß Lilien,
in Freuden sonder Leid Zauleck, Kindergesangbuch
beid wird er austilgen;
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