Eigene Weise Dein König kommt in niedern Hüllen, ihn trägt der lastbarn Es'lin Füllen; empfang ihn froh, Jerusalem! Trag ihm entgegen Friedenspalmen, bestreu den Pfad mit grünen Halmen. So ists dem Herren angenehm.
2 Omächtger Herrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere,
o Friedensfürst von großer Macht!
Es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Throne sperren, doch du gewinnst ihn ohne Schlacht.
3 Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit deslaubens Worten zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus und macht dir Bahn.
4 Und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir be⸗
droht; du kommst, auf den empörtenTriften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd und Tod.
5 O Herr von großer Huld und Treue,
o komme du auch jetzt aufs neue
zu uns, die wir sind schwer verstört.
Not ist es, daß du selbst hienieden
kommst, zu erneuen deinen Frieden,
dagegen sich die Welt empört.
Advent 3
6 O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen, und lösch der Zwietracht Glimmen
aus, daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in deines großen Vaters Haus. Friedrich Rückert 1788— 1866
Weise: Heilig ist Gott der Vater [Knaben] Dein König kommt, o Zion, er kehret bei dir ein: auf, lasset uns ihm Palmen streun! [Mädchen! 2 Sanftmütig kommt er in sein Reich: jauchzt ihm, alle Lande, freuet euch! Hosianna in der Höhel [Alle! 3 Der Herr ist da, Hallelujal Preiset seinen Namen! Hosiannal Amen, Amenl Friedrich Adolf Krummacher, 1767—1845
Weise: Erwacht von süßem Schlummer oder Christus, der ist mein Leben Die Tage sind so dunkel, die Nächte lang und kalt; doch übet Sterngefunkel noch über uns Gewalt.
2 Und sehen wir es scheinen, aus weiter, weiter Fern, so denken wir, die Seinen, der Zukunft unsres Herrn.


