Saatzeit, Erntezeit. 519
bar und ergeben sei! Du, der
beit nicht erwerben kann, für
den Körper nährt und speist, Witwen und für Waisen, für
erquick' auch ewig unsern Geist! Ehrenfried Liebich, 1713— 1780.
Mel. 229.— Gott in der Höh' sei Ehr' ꝛc. 550. Eilt, Christen, eilt, mit Dank den Herrn lobpreisend zu erheben! Er sättigt und erfreuet gern und hat uns Brot gegeben. Er, dessen Weisheit, dessen Kraft mit Vatergüte wirkt und schafft, sorgt auch für unser Leben.
2. Die Kraft, wodurch das Saatkorn steigt, wodurch in bunten Streifen das Feld sich malt und reifend bleicht, wer kann die Kraft begreifen? Wo wundervoll die Aehre schwillt und sich für uns mit Nahrung füllt, wirkt da nicht Gottes Atem?
3. Ja, du befruchtetest das Land, du Geber aller Gaben! Es kam von deiner Vaterhand, was wir empfangen haben. Du gabst nicht einem nur allein, wer Mensch ist, sollauch Bruder sein; du, Vater, sorgst für alle.
4. Auch für den armen kranken Mann, der Kleider,
Holz und Speisen durch Ar⸗
jeden, welcher seufzt und weint, für jeden Freund, für jeden Feind sorgt deine Vatergüte.
5. Wir haben nichts für uns allein, auch andre wollen leben. Drum soll es stets uns Freude sein, den Armen auch zu geben. Was wir für andrer Wohl gethan, das sieht einst der Erlöser an, als wär' es ihm geschehen.
6. O, wohl uns, wenn wir emsig hier der Liebe Saaten streuen! Dann wird uns, Vater, einst bei dir ein Erntetag er⸗ freuen, wo alle, die hier wohl⸗ gethan, des Himmels reichen Lohn empfah'n und ewig ihn genießen.
Chr. G. L. Meister, 1788— 1811.
Mel. 532. Nun sich der Tag
geendet hat ꝛe. 551. Die Felder sind nun abgemäht, die wir voll Aehren sah'n. Du hörtest, Gott, was wir gefleht; nimm unsern Dank jetzt an!
2. Den Samen, den wir ausgestreut, gab deine Vater⸗ hand; uns gabst du Kraft zur Emsigkeit und Fruchtbar⸗ keit dem Land.


