Saatzeit,
deine Kraft und Güte schafft uns Unterhalt des Lebens.
3. Laß unsre Saat gesegnet sein; gib Regen, Wind und Sonnenschein, daß Wachstum und Gedeihen uns spät und früh, nach Sorg' und Müh', einst wiederum erfreuen!
4. Bewahre sie das ganze Jahr, o Gott, vor jeglicher
Gefahr durch deine Huld und
Gnade, daß uns, die heut' das Feld erfreut, kein Unfall plötzlich schade!
5. Bei dieser Aussaat seh' ich hier so manch erbaulich Bild vor mir; denn unter Sturm und Winden erhebt sie sich; so muß auch ich durch Kreuz den Himmel finden.
6. Und wie das Saatkorn erst verdirbt und in der Erde gleichsam stirbt, um neue Frucht zu bringen, so werd' auch ich, erweckt durch dich, ins bessre Leben dringen.
7. Dort reift, o Herr, nach deinem Rat, auch selbst von meiner Thränensaat mir ew'ge Freudenernte; o, wohl dann mir, wenn ich dir hier getrost vertrauen lernte!
8. Nur mache mich, o Gott, bereit, in Glauben und
Erntezeit. 517
Gottseligkeit viel gute Frucht zu bringen; so will ich dir dereinst dafür in Ewigkeit lobsingen.
Kasp. Gottl. Jentsch, 1681— 1729.
Mel. 215. Es ist das Heil uns
kommen her ꝛe. 548. Es baut, o Gott, auf dein Geheiß der Menschen Hand die Erde, voll Hoff⸗ nung, daß nun auch ihr Fleiß von dir gesegnet werde; auf dein Versprechen trauen sie: Du sollst dein Brot bei Fleiß und Müh' auf dieser Erde finden!
2. Noch immer traf dies Wort uns ein; gib ferner deinen Segen, daß Saat und Pflanzen wohlgedeih'n, gib Sonnenschein und Regen: denn ohne deine Segenshand bringt selbst ein wohlgebautes Land nicht, was es bringen könnte.
3. Umsonst ist aller Men⸗ schen Müh' im Pflanzen und Begießen, läßt du, o Gott, nicht spüt und früh des Segens Ströme fließen. Nur du regierst den Witt'rungs⸗ lauf; durch dich wächst jede
Pflanze auf, durch dich nur bringt sie Früchte.


