46 Am Reformationsfest.
bis an den Tod. Darum freuet euch, ihr Himmel, und die darinnen wohnen! Weh denen, die auf Erden wohnen und auf dem Meer! denn der Teufel kommt zu euch hinab, und hat einen großen Zorn, und weiß, daß er wenig Zeit hat.
Evangelium. Matth. 18, 1—11.
(Ihre Engel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel.)
3⁴⁷ derselbigen Stunde traten die Jünger zu Jesu, und sprachen: Wer ist doch der Größte im Himmel⸗ reich? Jesus rief ein Kind zu sich, und stellte das mitten unter sie, und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst niedriget wie dies Kind, der ist der Größte im Himmel⸗ reich. Und wer Ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieser Geringsten Einen, die an mich glauben, dem wäre besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehänget, und er ersäuft würde im Meer, da es am tiefsten ist. Weh der Welt der Argerniß halben! Es muß ja Argernis kommen; doch weh dem Menschen, durch welchen Argernis kommt! So cber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab, und wirf ihn von dir. Es ist dir besser, daß du zum Leben lahm oder ein Krüppel eingehest, denn daß du zwo Hände oder zween Füße habest, und werdest in das ewige Feuer geworfen. Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus, und wirf's von dir. Es ist dir besser, daß du einäugig zum Leben ein⸗ gehest, denn daß du zwei Augen habest, und werdest in das höllische Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allzeit das Angesicht meines Vaters im
Himmel. Denn des Menschen Sohn ist kommen, selig zu machen, das verloren ist.
Am Reformationsfest. Epistel. Gal. 5, 1—15. (Bestehet in der Freiheit.)
So bestehet nun in der Freiheit, damit uns Christus befreiet hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch sangen. Siehe, ich Paulus sage euch: Wo ihr euch beschneiden lasset, so nützet euch Christus nichts. Ich zeuge abermal einem jeden, der sich beschneiden lässet, daß er das ganze Gesetz schuldig ist zu thun. Ihr habt Christum ver⸗ loren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid von der Gnade gefallen. Wir aber warten im Geist durch den Glauben der Gerechtigkeit, der man hoffen muß. Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe thätig ist. Ihr liefet fein. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? Solch Überreden ist nicht von dem, der euch berufen hat. Ein wenig Sauerteig versäuert den ganzen Teich. Ich versehe mich zu euch in dem Herrn, ihr werdet nicht anders gesinnet sein. Wer euch aber irre machet, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle. Ich aber, lieben Brüder, so ich die Be⸗ schneidung noch predige, warum leide ich denn Verfolgung? So hätte ja das Argernis des Kreuzes aufgehöret. Wollte Gott, daß sie auch Hcr aber würden, die euch verstören! Ihr aber, lieben Brüder, seid zur Freiheit be⸗ rufen; allein sehet zu, daß ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet, sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn alle Gesetze werden in Einem Wort erfüllet, in dem:„Liebe deinen Nächsten als dich selbst.“ So ihr euch aber unter einander beißet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht unter einander verzehret werdet.
Cpangeli ie
D er a er au sich und ihm. Und auf, lehrte sind, die de das Himme die da Leid getrotet u Sontmüth Erdreich be hungert u Lechtigkeit; Selig sind sie werden Selig sind denn sie w sind die Fr Gottes Ki die um G werden; iht. Selt Menschen und verft Ubels wi lügen. es wird lohnet we sie verjolg euch gewef


