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Evangelisches Kirchengesangbuch für den Konsistorialbezirk Cassel / hrsg. vom Königl. Konsistorium zu Cassel unter Mitw. des Gesamt-Synodal-Ausschusses
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der Freihett, 5 befreiet hat, wiederum in n. Siehe, ihr euch nützet euch 9e abermal eiden lässet, schuldig ist istum ver⸗ eseh gerecht id von der aber warten Glauben der hoffen muß.

gilt weder

versche mich Fiht werdet V. Wer euch sein Urteil

Am Erntedankfest. Evangelium. Matth. 5, 112. (Die Seligpreisungen.)

Dꝰ er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg, und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm. Und er that seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmüthigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Ge⸗ rechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolget werden; denn das Himmelreich ist ihr. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen, und reden allerlei Übels wider euch, so sie daran lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl be⸗ lohnet werden. Denn also haben sie verfolget die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Am Erntedanffest. Epistel. Psalm 145, 1521. (Aller Augen warten auf dich.)

Al Augen warten auf dich, und Du giebst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du thust deine Hand auf, und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen, und heilig in allen seinen Werken. Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. Er thut, was die Gottesfürchtigen begehren, und höret ihr Schreien, und hilft ihnen. Der Herr behütet alle, die ihn lieben, und wird ver⸗ tilgen alle Gottlosen. Mein Mund

Am Kirchweihtage. 47⁷

soll des Herrn Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich.

Evangelium. Luc. 12, 1521. (Der reiche Narr.)

Sehet zu, und hütet euch vor dem Geiz; denn niemand lebet davon, daß er viel Güter hat. Und er sagte ihnen ein Gleichnis, und sprach: Es war ein reicher Mensch, des Feld hatte wohl getragen. Und er gedachte bei ihm selbst und sprach: Was soll ich thun? Ich habe nicht, da ich meine Früchte hin sammle. Und sprach: Das will ich thun: ich will meine Scheunen abbrechen, und größere bauen, und will drein sammeln alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter; und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat auf viel Jahre; habe nun Ruhe,, trink, und habe guten Mut. Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wes wird's sein, das du bereitet hast? Also gehet es, wer sich Schätze sammelt, und ist nicht reich in Gott.

Am Kirchweihtage. Epistel. Offenb. 21, 15. (Das neue Jerusalem.)

1 nd ich sah einen neuen Himmel

und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde ver⸗ ging, und das Meer ist nicht mehr. Und ich Johannes sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann. Und hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen; und er wird kei ihnen wohnen, und sie werden sein Voll sein; und Er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Thränen von ihren Augen; und der Tod wird nicht