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Er läßt bis an das End' der Zeiten* Bei uns sich einen Sitz bereiten,“ Uns seine Neigung darzuthun.* Der Gottheit Schimmer einzuhalten, Verhüllt er sich in Brotgestalten* Und will in unsern Herzen ruhn.
O Christen, laßt uns Blumen pflücken,* Und Tempel und Altäre schmücken!* Das Rauchfaß hauche süßen Duft!* Die Priesterschaft im Feier⸗ kleide* Verkündige der Kirche Freude!* Die Glocke schalle froh zur Luft!
O lasset uns mit Jubelliedern* Der Liebe Wunderwerk erwiedern,* Dem dieser Tag ge⸗ heiliget ist!* Preis, Ehre dir im Saeramente,* Nach dem sich einst die Vorwelt sehnte,* Der du zu uns gekommen bist!
Laßt Heilig! Heilig! Heilig! schallen Dem Menschenfreunde, der vor allen Bei seinem Chri— stenvolke wohnt: Dem Lamme, das in Broteshülle Mit aller seiner Gnadenfülle? Auf unsern Pracht⸗ altären thront.
Du bist es, Herr, Gott unsrer Väter,* Du Brot des Starken, unser Retter!* Du bist's in deines Priesters Hand!* Wir sollen beten an im Staube!« Das Aug' ist blind, doch sieht der Glaube, Dein Wort ist ihm ein Unterpfand.
Erbarmer, laß uns nicht erröthen* Wenn wir in Leibs- und Seelennöthen* Zu deinem Heiligthume flieh'n.* Gib heut und all'zeit deinen Segen, Laß Fürst und Volk auf ihren Wegen* Vor dir in deinem Frieden zieh'n!
Sei stets auf dieser Lebensreise* Geprüfter Christenseelen Speise!* Du hochgelobtes Him— melsbrot!* Und, Herr, in deinem Friedenskusse,


