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Nach dem Evangelium. 1.
O Engel Gottes, eilt hernieder,“ Und men⸗ get euch in unsre Lieder!* Der Tag ist festlich uns und euch.* Das Himmelsbrot, das wir heut ehren,* Mit dem sich unsre Seelen nähren,* Dieß Brot macht Mensch und Engel gleich.
O kommt, so wie ihr einst im Saale* Bei Jesu letztem Abendmahle Erstaunungsvoll zuge⸗ ger war't;* Ihr sahet dort das Brot ihn brechen, * Ihr hörtet ihn mit Liebe sprechen:“ Dieß nehmt vor meiner Himmelfahrt.
Dieß ist mein Leib, den will ich schenken,“ Es sei zu meinem Angedenken; àSo oft ihr, Freunde, dieses thut, So oft ihr dieß Geheimniß handelt, Wird Brot und Wein wie jetzt verwan⸗ delt* In eures Meisters Fleisch und Blut.
O Abgrund unbegriff'ner Güte!* War's nicht genug in einer Hütte“ Für uns das Licht der Welt zu seh'n,“* Die Zeit von mehr als dreißig Jahren * Verachtet, arm und in Gefahren* Mit Undank⸗ baren umzugehn?
Die Kranken nicht genug zu heilen, Trost, Rath, Gesunden zu ertheilen,* Der Weisheit Lehrer uns zu sein?* Für uns in frecher Henker Händen* Das Leben und die Qual zu enden, Uns von der Hölle zu befrein? ů
O nein! Es wallen neue Triebe“ Der ewig uns verheißnen Liebe In unsers Heilands treuer Brust;* Die lehren ihn das Mittel finden,* Sich uns noch enger zu verbinden,* Bei Menschenkin⸗ dern sucht er Lust.


