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Kleines katholisches Meßbuch / von Ludwig Donin
Entstehung
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*Der Staub aus Gräbern dringet; Dann muß auch ich hin in's Gericht,* Allweiser, vor dein Angesicht, Von Furcht und Angst durchdrungen; O sprich dann: ich erkenne dich, Du hast vor meiner Krippe mich Mit Inbrunst einst besungen.

2.

Herbei zur süßen Krippe, Ihr Völker nah und fern;* Kommt, preist mit frommer Lippe* Dieß Kindlein euern Herrn! Ach! Alles schläft erstarrend In kalter Winternacht, Indeß hier einsam harrend Die ew'ge Liebe wacht!

Auf gold'nen Wolken fahren* Hoch von des Aethers Blau,* Im Flügelschwung die Schaaren *Herab auf Trift und An,«* Und nah'n den ar men Hirten;* Die flieh'n erschrocken fort,* Sie trösten die Verwirrten Mit wundersüßem Wort.

Nicht Furcht soll euch durchdringen,* Ihr Hirten fromm und gut;* Die Botschaft, die wir bringen, Macht froh und wohlgemuth.* Heut ward für euch geboren* Ein Heiland aus den Höh'n;* Der hat euch auserkoren* Vor allen, ihn zu sehn.

O Volk der grünen Auen, Wem ward wie euch ein Glück!* Was Könige nicht schauen,* Vergönnt ist euerm Blick!* Die Seher alle sahen *Von fern nur seine Spur;* Ihr dürft ihm freudig nahen, Beglücktes Volk der Flur!

Ach wer euch folgen könnte* Zum lieben Jesulein!* Ach wem er es vergönnte,* Beim armen Krippelein* In Andacht ihn zu herzen, Zu weinen dort nach Lust!* Wie heilten schnell die Schmerzen* Der tief verwundten Brust!