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Kleines katholisches Meßbuch / von Ludwig Donin
Entstehung
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in der Mitte machen, sondern auf der Seite an seinem Orte, denn in der Mitte macht sie der Prie⸗ ster. Nur der das Rauchfaß hat, darf sie in der Mitte machen, aber hinter dem Priester. Dann soll er auch die Reverenz nicht früher machen, als der Priester, sondern warten, bis derselbe in die Mitte gekommen ist; eben so soll er den Priester beim Altare allezeit vor sich, niemals aber hinter sich vorbei gehen lassen; daher ist es nothwendig, daß er ein wenig zurückstehe, damit der Priester Platz hat, bequem vorüber zu gehen. Der Mini⸗ strant soll beim Altare, vor dem Cruzisix das rechte Knie bis auf den Boden beugen; wenn auch auf dem Altare kein Tabernakel mit dem heiligsten Sacramente ist, und deßwegen der Priester nur eine tiefe Verbeugung macht.

Jeder Ministrant muß die Reverenz auf dreier⸗ lei Art ordentlich zu machen wissen. Eine Art Reverenz macht man nämlich mit einer andächtigen Neigung des Körpers; die andere mit einer Beu gung des rechten Knies bis auf den Boden, und die letzte geschieht mit der Beugung beider Knie, wobei auch noch das Haupt geneigt wird. Nach der ersten Art macht man die Reverenz, so oft man dem Priester etwas darreicht oder von ihm empfängt. Nach der zweiten, so oft man während dem Mini⸗ striren beim Altare ankommt, in der Mitte dessel ben vorüber geht, und davon weggeht. Aber nie wird die einfache Kniebeugung auf der Staffel gemacht, sondern allezeit auf dem ebenen Pflaster. Nach der dritten Art endlich, wenn das hochwür digste Gut öffentlich zur Anbetung ausgesetzt ist, wenn man auch nicht ministrirt, sondern nur