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Viele Jahre sind entflohn
Zur Berichtgung deines Strebens. Lerne endlich klarer schaun,
Lerne auf dich selbst vertraun!
3. Aus dem ewgen Geist der Welt Ist in dich ein Strahl geflossen; Was die Welt zusammenhält,
Hat in dich auch Kraft ergossen. Bau dir nur in eigner Brust Deine Welt, voll Licht und Lust!
4. O, da innen ist ein Feld, Drauf zu ackern reichlich lohnet! Ists da innen wohlbestellt—
Wenn da erst der Friede wohnet Dann ist auch ein Glück erreicht, Dem ein jedes andre weicht.
5. Dann greif in die Welt hinein Schaffe weiter, baue, kämpfe! Ob dir lacht der Sonne Schein,
Ob den Strahl ein Wetter dämpfe, Recht thun kannst du immerdar/ Dann bleibts auch im Geiste klar. 6. Menschengeist, so eng umschränkt, Kannst zur freien Höh dich schwingen. Menschenherz, so leicht bedrängt, Kannst den schlimmsten Feind bezwingen. Lerne deine Kraft verstehn, Bald wirst du Erfolge sehn.
α Eigne Melodie. 208. Es lebt ein Verlangen— Im Herzen so tief, ů Nie ist es ganz vergangen, Wenns manchmal auch entschlief.
2. Die Wahrheit soll siegen, Die Lüge vergehn, Das Recht darf nicht erliegen, Das Gute muß bestehn. 4


