Druckschrift 
Gesangbuch für die deutschkatholischen Gemeinden im Königreich Sachsen / hrsg. auf Grund Kirchenbeschlusses von deutschkatholischen Landes-Kirchen-Vorstande im Königreich Sachsen
Entstehung
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Jemals besiegt noch schweigsam macht Und keine ihn vernichtet? Es ist die Schuld mit ihrem Schmerz, Das eigne sündbeladne Herz.

2. Ein Feuer, das im Innern brennt, Deß Gluten nur der Sünder kennt, Der hingab sich dem Bösen,

Der Wurm, der an dem Herzen nagt, Wenn er dich vor dir selbst verklagt, Daß schuldig du gewesen:

Das, das ist Gottes Strafgericht,

O, fürchte es und sündge nicht!

3. Das ist die bange, finstre Macht, Das ist des Bösen Schreckensnacht,

Die Frevler hier umhüllet.

O, stehe keiner in dem Wahn,

Der hier betritt der Sünder Bahn, An ihm würds nicht erfüllet!

Der innre Gott, der in dir wohnt,

Dich nur nach deinem Thun belohnt.

Mel. 45: Es ist das Heil uns kommen.

0 30 205.O, Brüder, ehrt als höchstes Gut Ein schuldenfrei Gewissen. Nur wers besitzt, hat wahren Mut, Wenn Frevler zagen müssen. Denn waren wir treu unsrer Pflicht, Verklagt uns das Gewissen nicht, Was könnten wir wohl fürchten?

2. Sind wir des Guten uns bewußt Und doch mit Schmach beladen, Dann wirds, ists rein nur in der Brust, Verleumdung uns nicht schaden, Wir werden, auch von ihr umdräut, Mit festem Mute ungescheut Ins Aug ihr blicken können.