Kein Gold ersetzt den innern Frieden,
ꝛen, Kein Glanz macht dich den Göttern gleich, Ist gut Bewußtsein dir beschieden, Dann bist du glücklich, bist du reich.
2. Sei Mensch und ehre Menschenwürde, Sei frei und laß es Andre sein! Nimm ab des armen Bruders Bürde, Bewahre Herz und Leben rein. Sei Mensch und lerne Menschen lieben, Steh für die Unschuld wie ein Wall. Wirst du an jedem Gutes üben, Siehst du dich glücklich überall.
Mel. 34: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet.
203. Du suchst und möchtest gern es finden, Was deine Seele glücklich macht,
Du suchst es in des Glaubens Gründen,
In ferner Zeiten dunklem Schacht,
Du suchst es über allen Meeren,
In einer andern Sonne Licht,
Du schmückest dich mit Ruhm und Ehren. Doch das Ersehnte hast du nicht.
2. O, so verlaß das eitle Drängen,
Laß ab von thörichter Begier!
Tönts nicht in reineren Gesängen:
„Das Himmelreich ist nah bei dir!“
Suchs nicht in Höhen, nicht in Gründen, Nicht in der schnell verblühten Lust, Willst du den wahren Himmel finden, Such ihn, o Mensch! in deiner Brust.
Mel. 139: O Ewigkeit, du Donnerwort.
— tle 204. Rennst du auf Erden eine Qual, Der unter aller Leiden Zahl Gewissenspein wohl gleichet? Kennst du den Feind, den keine Macht,


