Druckschrift 
Katholisches Gesang- und Gebetbuch für das Volk, enthaltend drei- und vierstimmige Lieder nebst einer Zugabe der gewöhnlichsten lateinischen Choralgesänge zum öffentlichen Gottesdienste sammt den gebräuchlichen Andachtsübungen / neu umgearb. und gesammelt von P. Anselm Schubiger
Entstehung
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Vorrede.

auch vierstimmig nach obiger Angabe mit oder ohne Or⸗ gelbegleitung vorgetragen werden.

Bei den Vespern wurden aus der römischen Psalmodie ö einige der alten und leichtesten Kirchentöne beibehalten. Die erstern kann man durchweg einstimmig mit der vier⸗ stimmigen Orgelbegleitung vortragen. Feierlicher wird es sich ausnehmen, wenn je ein Psalmvers vom gesammten ö Volke einstimmig, und dann der folgende von einem be ö sondern Sängerchore vierstimmig gesungen wird. Sollte Jemanden die Psalmodie der ersten Vesper zu einförmig erscheinen, der wähle die zweite, wo der Choral bei jedem zweiten Verse mit einem vierstimmigen Satze, nach Art der alten Falsobordoni abwechselt.

Die Melodien dieser Lieder und Gesänge stammen aus den verschiedensten Zeitaltern der katholischen Kirche. Hin auf bis in die frühern Jahrhunderte derselben reichen die Nummern 22, 38, 42 und 95, wovon einzelne, wie z. B. Nro. 38. nach uralten, noch in Neumen geschriebenen Hand⸗ schriften gegeben sind, und wobei selbst der alte Rythmus (längere und kürzere Töne) so gut dieß geschehen konnte, beibehalten wurde. Die deutsche Uebersetzung des Te Deum bei Nro. 95. benutzten schon verschiedene Autoren, doch glaubte der Herausgeber die Melodie dazu getreuer ö nach der altrömischen geben zu müssen, als dieß anderswo geschehen. Diese ehrwürdigen Klänge, von entsprechenden Kräften ein- oder vierstimmig mit Orgelbegleitung vorge tragen, werden nicht ohne ergreifende Wirkung sein.

ö Sind auch die Osterlieder Nro. 47 und 48 von nicht ö so hohem Alter wie die vorgemeldeten, so sind sie uns ö immerhin ehrwürdig genug, da sie zu den ältesten deut⸗