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Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen : Aufmunterung, Gebete und Gesänge für gesunde, Betrübte, Kranke und Sterbende ; Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen ; nebst Andachten für Festzeiten und besonderen Gelegenheiten / von Joh. Friedr. Stark
Entstehung
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0 Vorrede.

wenn es mit Andacht geschehen, die Seele dadurch erquicket und bei Gelegenheit an das Gelesene erinnert werden.

In dieser Absicht habe ich, auf Anraten Gott liebender Freunde, in dem ersten Teile dieses Handbuches eine Aende⸗ rung gemacht. Sie meinen, es wäre besser, auf jeden Tag, als nur immer ein Morgen- und Abendgebet zu haben; ihr Wunsch ist gewesen, daß die besonderen Betrachtungen möch ten mit jedem Tag verbunden werden, weil sie sonst gar ausgesetzt bleiben. Ich habe demnach dieses alles mir ge fallen lassen und nicht allein einem jeden Tag eine Morgen⸗ und Abendandacht bestimmt, sondern auch demselben zwei besondere Betrachtungen beigefügt, damit die Seelen mit den selben abwechseln, oder auch ihre Andacht des Tages dreimal ermuntern und unterhalten können.

Diese Auflage ist auch mit Festandachten vermehrt wor den, damit in solchen Tagen der müde Geist in Gott erfreut, irdisch gesinnte Menschen aber erinnert werden, wie Festtage keine Spazier-, Lauf⸗, Sauf⸗, Spiel- und Tanztage, sondern Bet⸗, Lob- und Danktage sein sollen. Es scheint, die bösen Gewohnheiten bleiben ein sündliches Erbgut, welches eine Zeit der andern überliefert, so daß man mit Nikolaus von Clemanges einerlei Jammerklage führen muß, daß an keinem Tage mehr Sünden getrieben werden, als an Sonn- und Festtagen.

Du aber, o dreieiniger Gott, wirke in allen Betenden eine herzliche und inbrünstige Andacht. Laß die Gesunden in den Tagen, da du sie mit Wohlergehen begnadigest, in deiner Erkenntnis und Liebe zunehmen, und sich Schätze sam meln, damit sie sich in Not und Tod aufrichten können. Er⸗ freue die Betrübten in ihren Jammerstunden; versichere sie deiner Allmacht, Weisheit und Treue. Ueberzeuge die Kranken von deiner ewigen Liebe, und laß die Sterbenden nach dem Vorbilde Jesu sich nach dem Willen des Vaters übergeben. Umfasse, treuer Vater, alle Betenden mit deiner Gnade. Schließe sie, o Jesu, in deine Wunden ein, und laß, o Geist der Gnade und des Gebets, sie deiner Gemeinschaft im Leben, Leiden und Sterben beständig genießen. Amen. ö

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