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Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine : [nebst] Die kleine Kirchenlitanei
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und Anbetung 9

7. Ach Berr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles tun. Du hältst die Wach an unsrer Tür/ und läßt uns sicher ruhn.

8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm lch beh /und stehst uns, wenn wir in Gefahr/ geraten, treu⸗ ich bei.

9. Du strafst uns Sünder mit Geduld, und schlägst nicht all⸗ zusehr. Am liebsten nimmst du unsre Schuld/ und wirsst sie in das Meer.

10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar bald erweicht/ und gibst uns, was uns hoch erfreut/ und dir zur Ehr gereicht.

11. Du zählst, wie oft ein Christe wein, und was seinͥ Kum mer sei. Kein Zähr- und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei.

12. Du füllst des Lebens Mangel aus, mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht.

13. Wohlaͤuf, mein Herze, sing und spring/ und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut.

14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Bilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht.

15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin/ auf den, der dich gemacht!

10. Hat er dich nicht von Jugend auf/ versorget und ernährt? Wie manches schweren Unglücks Lauf/ hat er zurückgekehrt!

17. Er hat noch niemals was versehn/ in seinem Regiment. Rein, was er tut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End.

18. Ei nun, so laß ihn ferner tun/ und red ihm nicht darein, so wirst du hier im Frieden ruhn/ und ewig fröhlich sein.

Paul Gerhardt, 1607-67

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