4 Gottes Wesen, Eigenschaften und Werke.
3. Gott Sohn, erleuchte den Verstand Mit deiner Weisheit Lichte; Vergieb, daß er sich oft gewandt Zu eitelem Ge⸗ tichte. Laß nunmehr nur in deinem Schein Mein einig Schaun und Wirken sein; Hreit mich, daß ich hier all⸗
ereit Entreiße mich von Ort und Zeit.
4. O heilger Geist, du Liebes⸗ feur, Entzünde meinen Wil⸗ len, Stärk ihn, komm mir zu Hülf und Steur, Den deinen zu erfüllen. Vergieb, daß ich so oft gewollt, Was sündlich, und ich nicht gesollt; Verleih, daß ich mit reiner Brunst Dich innig, ewig lieb umsonst.
5. O heilige Dreieinigkeit, Führ mich nun ganz von hinnen; Richt zu dem Lauf der Ewigkeit All äuß⸗ und innre Sinnen; Vereinge mich und laß mich hier Eins mit dir sein, daß ich mit dir Auch dort sei in der Herrlichkeit, O heiligste Dreieinigkeit.
Joh. Scheffler, geb. 1624, st. 1677.
Mel. Du unvergleichlichs Gut.
S. Monarche aller Ding, Dem alle Seraphinen Voll Ehrerbietigkeit Und tiefster Demut dienen: Laß dein er⸗ habnes Angesicht Zu meiner Armut sein gericht'.
2. Du bist die Majestät Der höchsten Majestäten; Vor dei⸗ nem Glanze muß All Glanz und Pracht erröten. Doch
bitt ich, zürne nicht mit mir,‚
Daß ich, der Staub, mich nah zu dir.
3. Du sprichst: Kommt her zu mir! Laßt euch nur nichts erschrecken; Ich will die Ma⸗ jestät Mit Vaterliebe decken. Drum komm ich auch an mei⸗ nem Teil, Von dir zu singen, schönstes Heil.
4. Du bist das A und O, Der Anfang und das Ende. Hilf, daß mein Herz zu dir, Dem Anfang, sich stets wen⸗ de, Und ich in allem, was ich thu, In dir, als meinem Ende, ruh.
5. Du bist das große Licht; Dein Licht geht niemals un⸗ ter; Der kleinste Strahl von dir Macht Leib und Seele munter. O daß in deiner Heiterkeit Erstürbe meine Dun⸗ kelheit!
6. Du bist die Liebe selbst, Die lauter Liebe quillet, Die aller Engel Herz Mit Lust und Lieb erfüllet. O Lieb, ergieß dich auch in mich, Daß ich als Liebe schmecke dich!
7. Du bist die Lebenskraft, Durch die sich alles reget, Was sich zum Guten nur In einger Art beweget. O daß dein Leben meinen Tod Ver⸗ schlänge ganz samt aller Not!
8. Du bist das höchste Gut, Nur du bist gut zu nennen. O laß mich außer dir Kein ander Gut erkennen! Mach aber meinen Sinn und Mut Durch dich und dein Erbar⸗ men gut.
9. So soll mein alles dich


