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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstentums Minden und der Grafschaft Ravensberg : mit durchgesehenem und vermehrtem Anhange
Entstehung
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Abraham, Gott Isaak, Gott Jakob, den er liebet, Herr Zebaoth, der Nacht und Tag Uns alle Gaben giebet Und Wunder thut alleine.

3. Der Vater hat von Ewig⸗ keit Den Sohn, sein Bild, ge⸗ zeuget; Der Sohn hat in der Füll der Zeit Im Fleische sich gezeiget. Der Geist geht ohne Zeit herfür Vom Vater und vom Sohne, Mit beiden glei⸗ cher Ehr und Zier, Gleich ewig, gleicher Krone Und un⸗ geteilter Stärke.

4. Sieh hin, mein Herz, das ist dein Gut, Dein Schatz, dem keiner gleichet; Das ist dein Freund, der alles thut, Was dir zum Heil E Der dich gebaut nach seinem Bild, Für deine Schuld ge⸗ büßet, Der dich mit wahrem Glauben füllt Und all dein Kreuz durchsüßet Mit seinem heilgen Worte.

5. Erheb dich stetig zu ihm zu Und lern ihn recht erken⸗ nen; Denn solch Erkenntnis bringt dir Ruh Und macht die Seele brennen In reiner Liebe, die uns nährt Zum ewgen Freudenleben, Da, was allhier kein Ohr gehört, Gott wird zu schauen geben Den Augen seiner Kinder.

6. Weh aber dem verstockten Heer, Das sich hierselbst ver⸗ lendet, Gott von sich stößt und seine Ehr Auf Kreaturen wendet! Dem wird gewiß des Himmels Thür Einmal ver⸗ schlossen bleiben; Denn wer

Gottes Wesen, Eigenschaften und Werke.

Gott von sich treibt allhier, Den wird er dort auch treiben Von seinem heilgen Throne. 7. Ei nun, so gieb, du gro⸗ ßer Held, Gott 6 alle und der Erden, Daß alle Men⸗ schen in der Welt Zu dir be⸗ kehret werden. Erleuchte, was verblendet geht, Bring wie⸗ der, was verirret; Reiß aus, was in dem Wege steht Und freventlich verwirret Die Schwachen in dem Glauben. 8. Auf daß wir also allzu⸗ gleich Zur Himmelspforte dringen, Und dermaleinst in deinem Reich Ohn alles En⸗ de singen: Daß du alleine König seist, Hoch über alle Götter, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Der From⸗ men Schutz und Retter, Ein Wesen, drei Personen. Paul Gerhardt, geb. 1606, st. 1676.

7. Hochheili e Dreieinigkeit, Die du so füß und milde Mich hast geschaffen in der Zeit Zu deinem Ebenbilde; Ach, daß ich dich von Her⸗ zensgrund Doch lieben möchte alle Stund! Drum komm doch und zeuch ein bei mir, Mach Wohnung und bereit mich dir. 2. O Vater, nimm ganz kräftig ein Das sehnende Ge⸗ müte; Mach es zu deinem innern Schrein Und deiner stillen Hütte. Vergieb, daß meine Seele sich So oft zer⸗ streuet jämmerlich; Versetze sie in deine Ruh, Daß nichts

in ihr sei, als nur du.

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