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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Gebete [usw.]
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Episteln und

denn mein Kind stirbt. Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinab ging, begegneten ihm seine Knechte, verkündigten ihm und sprachen: Dein Kind lebet. Da forschete er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm geworden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da merkte der Va⸗ ter, daß es um die Stunde wäre, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaubete mit seinem ganzen 15 Das ist nun das andere eichen, das Jesus that, da er aus Judäa in Galiläa kam.

Am 22. Sonntage nach Trinitatis Epistel. Phil. 1, 311.

Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke,(welches ich allezeit thue in alle meinem Gebet für euch alle, und thue das Gebet mit Freuden,) über eurer Gemeinschaft am Evange⸗ lio, vom ersten Tage an bisher. Und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der in euch ange⸗ fangen hat das gute Werk, der wirds auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir billig ist, daß ich der⸗ maßen von euch allen halte, darum, daß ich euch in meinem

Gaane habe in diesem meinem

efängniß, darinnen ich das Evangelium verantworte und bekräftige, als die ihr alle mit mir der Gnade theilhaftig seid. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von And daram in Jesu Chri⸗ sto. Und darum bete ich, daß

Evangelien. 173

eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntniß und Erfahrung, daß ihr prüfen möget, was das Beste sei, auf daß ihr seid lauter und unanstößig bis auf den Tag Christi, erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen (in euch) zur Ehre und Lobe Gottes.

Evangelium. Matth. 18, 2335.

Darum ist das Himmelreich leich einem Könige, der mit einen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm ehn tausend Pfund schuldig.

a ers nun nicht hatte zu be⸗ zahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dirs alles bezahlen. Da jammerte den Herrn dessel⸗ bigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbige Knecht hinaus, und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig. Und er griff ihn an und würgete ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist. Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, ich will dirs alles bezahlen.

Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängniß, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, das sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du