Noth Bei der Welt und ihren Kindern, Fall ich vollends in den Koth; Da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, Gute Freunde, die mein lachen.
5. In der Welt ist alles nichtig, Nichts ist, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, — die ist flüchtig; Hab ich Reichthum,— was ists mehr, Als ein Stäublein armer Erdd Hab ich Lust,— was ist sie werth? Was ist, das mich heut erfreue, Das mich morgen nicht gereue?
6. Aller Trost und alle Freude Ruht in dir, Herr Jesu Christ. Dein Erfreuen ist die Weide, da man sich recht fröhlich ißt. Leuchte mir, o Freudenlicht, Ehe mir mein Herze bricht. Laß mich, Herr, an dir erquicken; Jesu, komm, laß dich erblicken.
7. Freu dich, Herz, du bist erhöret! Jetzo kommt und zeucht er ein. Sein Gang ist zu dir gekehret, Heiß ihn nur willkommen sein Und bereite dich ihm zu, Gieb dich ganz zu seiner Ruh; Oeffne dein Gemüth und Seele, Klag ihm, was dich drück und quäle.
8. Was du Böses hast be⸗ gangen, Das ist alles abge⸗ schafft. Gottes Liebe nimmt gefangen Deiner Sünden Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, Und was Böses in der Welt Sich
Advent.
will wider dich erregen, Wird zu lauter Glück und Segen. 9. Alles dient zu deinem Frommen, Was dir bös und schädlich scheint, Weil dich Christus angenommen Und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nun wieder treu, Ists gewiß und bleibt dabei, Daß du mit den En⸗ geln droben Ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt, g. 1606, st. 1676.
Mel. Jesus, meine Zuversicht. 36. Hostanna! Davids Sohn Kommt in Zion ein⸗ gezogen. Ach, bereitet ihm den Thron, Setzt ihm tausend Ehrenbogen! Streuet Pal⸗ men, machet Bahn, Daß er Einzug halten kann.
2. Hosianna! sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir ent⸗ gegen. Unser Herz ist schon gerüst, Will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Thoren ein; Du sollst uns willkom⸗ men sein.
3. Hosianna! Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite! Alles, was du schaffen wirst, Das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, Und dein Reich allein be⸗ steht.
4. Hosianna! lieber Gast, Wir sind deine Reichsge⸗ nossen, Die du dir erwählet hast. Ach so laß uns unver⸗
drossen DeinemScepterdienst⸗ bar sein; Herrsche du in uns allein.


