5. Nichts, nichts hat dich getrieben Zu mir vom Him⸗ melszelt, Als das geliebte Lieben, Damit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und roßen Jammerslast, Die ein Mund kann aussagen, So fest umfangen hast.
6. Das schreib dir in dein Herze, Du hochbetrübtes Heer, Bei denen Gram und Schmerze Sich häuft je mehr und mehr. Seid unverzagt, ihr habet Die Hülfe vor der Thür; Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier.
7. Ihr dürft euch nicht be⸗ mühen, Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, Ist voller Lieb und Lust, All Angst und Noth zu stillen, Die ihm an euch bewußt.
8. Auch dürft ihr nicht er⸗ schrecken Vor eurer Sünden⸗ schuld; Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern Zuum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib ihr Erb und Theil.
9. Was fragt ihr nach dem Schreien Der Feind und ihrer Tück? Ihr Herr wird sie zerstreuen In einem Au⸗ genblick. Er kommt, er kommt, ein König, Dem wahrlich alle Feind Auf Erden viel si 5.— Zum Widerstande ind.
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Christi Ankunft.
10. Er kommt zum Weltge⸗ richte, Zum Fluch dem, der ihm flucht; Mit Gnad und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und hol uns allzumal Zum ewgen Licht und Wonne In deinen Freudensaal.
Paul Gerhardt, g. 1606, st. 1676.
Mel. Wie nach einer Wasserquelle.
35. Warum willst du draußen stehen, Du Geseg⸗ neter des Herrn? Laß dir, bei mir einzugehen, Wohl⸗ gefallen, du mein Stern! Du mein Jesu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit, Hilf, o Heiland, meinem Herzen Von den Wunden, die mich schmerzen.
2. Meine Wunden sind der Jammer, Welchen oftmals Tag und Nacht Des Gesetzes starker Hammer Mir mit seinen Schrecken macht. O, der schweren Donnerstimm, Die mir Gottes Zorn und Grimm Also tief ins Herze schläget, Daß sich all mein Blut beweget!
3. Dazu kommt des Teufels Trügen, Der mir alle Gnad absagt, Als müßt ich nun ewig liegen In der Höllen, die ihn plagt. Ja, auch was noch ärger ist, So zermartert und zerfrißt Mich mein eigenes Ge⸗ wissen Mit vergiften Schlan⸗ genbissen.
4. Will ich dann mein Elend lindern Und erleichtern meine


