Mel. Helft mir Gotts Güte preisen. 33. Nun jauchzet all, ihr Frommen, In dieser Gna⸗ denzeit, Weil unser Heil ist kommen, Der Herr der Herr⸗ lichkeit; Zwar ohne stolze Pracht, Doch mächtig zu ver⸗ heeren Und gänzlich zu zer⸗ stören Des Teufels Reich und Macht.
2. Er kommt zu uns ge⸗ ritten Auf einem Eselein Und stellt sich in die Mitten Für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich Gut; Er will allein erwerben Durch seinen Tod und Sterben, Was ewig währen thut.
3. Kein Scepter, keine Krone Sucht er auf dieser Welt; Im hohenHimmelsthrone Ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht Und Majestät verhüllen, Bis er des Vaters Willen Gehorsamlich vollbracht.
4. Ihr Mächtigen auf Erden, Nehmt diesen König an, Soll euch gerathen werden. Er ist die rechte Bahn, Die zu dem Himmel führt. Sonst, wo ihr ihn verachtet Und nur nach Hoheit trachtet, Des Höchsten Zorn euch rührt.
5. Ihr Armen und Elenden In dieser bösen Zeit, Die ihr an allen Enden Voll Angst und Jammer seid, Seid den⸗ noch wohlgemuth, Laßt eure Lieder klingen, Dem König zu lobsingen; Der ist eur höchstes Gut.
6. Er wird nun bald er⸗
Advent.
scheinen In seiner Herrlichkeit Und all eur Klag und Weinen Verwandeln ganz in Freud. Er ist, der helfen kann. Halt eure Lampen fertig Und seid stets sein gewärtig; Er ist schon auf der Bahn.
Mich. Schirmer, g. 1606, st. 1673.
Matth. 21, 1-9. 34. Wie soll ich dich em⸗ pfangen? Und wie begegn ich dir? O aller Welt Ver⸗ langen! O meiner Seelen Zier! O Jesu, Jesu, setze Mir selbst die Fackel bei, Da⸗ mit, was dich ergötze, Mir kund und wissend sei.
2. Dein Zion streut dir Pal⸗ men Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Psalmen Ermuntern meinen Sinn; Mein Herze soll dir grünen In stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß.
3. Was hast du unterlassen Zu meinem Trost und Freudꝰ? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Da Fried und Freude lacht, Da bist du, mein Heil, kommen Und hast mich froh gemacht.
4. Ich lag in schweren Ban⸗ den, Du kommst und machst mich los; Ich stund in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie irdisch Reichthum thut.


