7. Wer hofft in Gott und dem vertraut, Der wird nim⸗ mer zu Schanden; Denn wer auf diesen Felsen baut, Ob ihm gleich geht zuhanden Viel Unfalls hie, hab ich doch nie Den Menschen sehen fallen, Der sich verläßt auf Gottes Trost. Er hilft sein Gläubgen
allen.
8. Ich bitt, o Herr, aus Her⸗ zensgrund, Du wollst nicht von mir nehmen Dein heilig Wort aus meinem Mund, So wird mich nicht beschämen Mein Sünd und Schuld; denn in dein Huld Setz ich all mein Vertrauen. Wer sich nur fest darauf verläßt, Der wird den Tod nicht schauen.
9. Mein Füßen ist dein heilig Wort Ein brennende Lucerne“), Ein Licht, das mir den Weg weist fort. So dieser Morgensterne In uns auf⸗ geht, sobald versteht Der Mensch die hohen Gaben, Die Gottes Geist den gwiß ver⸗ heißt, Die Hoffnung darein haben.) Leuchte.
Lazarus Spengler, g. 1479, st. 1534.
Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 21. Ach, mein Jesu, welch Verderben Wohnet nicht in meiner Brust! Denn mit an⸗ dern Adamserben Steck ich voller Sündenlust. Ach ich muß dir nur bekennen, Ich bin Fleisch von Fleisch zu nennen.
2. Wie verkehrt sind meine Wege! Wie verderbt mein
Sünde und Erlösung.
alter Sinn, Der ich zu dem Guten träge Und zum Bösen hurtig bin! Ach wer wird mich von den Ketten Dieses Sün⸗ dentodes retten!
3. Hilf mir durch den Geist der Gnaden Aus der ange⸗ erbten Noth; Heile meinen Seelenschaden Durch dein Blut undKreuzestod; Schlage du die Sündenglieder Meines alten Adams nieder.
4. Ich bin unten von der Erden, Stecke in dem Zünden⸗ grab; Soll ich wieder lebend werden, So mußt du von oben ab Mich durch deinen Geist gebären Und mir neue Kraft gewähren.
5. Schaff in mir ein reines Herze, Einen neuen Geist gieb mir, Daß ich ja nicht länger scherze Mit der Sün⸗ den Lustbegier; Laß mich ihre Tück bald merken, Mich im Geist dagegen stärken.
6. Lehr mich wachen, beten, ringen Und mein böses Fleisch und Blut Unters Joch des Geistes zwingen, Weil es doch thut nimmer gut. Was nicht kann dein Reich ererben, Laß in deinem Tod ersterben.
7. Reize mich durch jene Krone, Die mir droben beige⸗ legt, Daß ich meiner niemals schone, Wann und wo ein Feind sich regt; Sondern hilf mir tapfer kämpfen, Teufel, Welt und Fleisch zu dämpfen.
8. Sollt ich etwa unterlie⸗ gen, O— hilf mir wieder auf Und in deiner Kraft obsiegen,


