ater⸗ uland
Vom Gebet. Das heilige Kreuzzeichen. 3
Ganz notwendig ist endlich das gemeinsame Gebet beim heiligen Meßopfer und den anderen von der Kirche angeordneten Andachtsübungen im Gotteshaus, wo wir im Heiligen Geiste und in lebendigem Glauben versammelt sind.
Rechte Bußgesinnung verleiht unserm Gebet besondere sühnende Kraft; Fasten und Almosen ver⸗ leihen ihm Flügel, daß es um so schneller die Er— hörung bringe; wer Barmherzigkeit übt, wird Barm⸗— herzigkeit erlangen.
Wenn wir ohne Vertrauen und ohne Beharrlichkeit beten, haben wir keinen Anspruch auf Erhörung. Wenn wir aber recht beten, erhört Gott unser Gebet immer, auch wenn er uns in seiner göttlichen Weisheit manchmal nicht das gibt, um was wir bitten. Dann gibt er uns Besseres für unsere Seele.
Wie es die Speise des Heilandes war, so soll es unsere Speise sein, den Willen des Vaters zu erfüllen. „Möget ihr also essen oder trinken oder sonst etwas tun, so tut alles zur Ehre Gottes.“ Üben wir uns eifrig im Gebet, lernen wir gut und beharrlich beten. Lernen wir auch ohne Buch beten, aus unserem Herzen zu unserm Gott rufen an frohen und an schweren Tagen, in der Ruhe und in der Arbeit, ob die Men⸗ schen uns lieben oder schmähen. Beten wir für unsere heilige Kirche, zur Abwendung der Not von unserm Bolke, für den Frieden unter den Völkern, für alle unsere eigenen Anliegen.„Das Gebet dessen, der sich demütigt, durchdringt die Wolken.“
1. Das heilige Kreuzzeichen. (Sternchen bedeutet Ablaßgebet.)
In nömine Patris et Fili* Im Namen des VBaters
et Spiritus sancti. Amen. und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
(50 Tage. Pius IX. 1866.)
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