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Neues Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in den Kurfürstlich-Hessischen Landen
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mel.

Am 22. Sonntage nach Trinitatis.

Epistel, Ephes. 6, 10⸗17.

0.meine Bruͤder, seyd stark in dem Herrn, und in der Macht seiner Staͤrke. Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr be stehen koͤnnet gegen die listigen An⸗ laͤufe des Teufels. Denn wir ha⸗ ben nicht mit Fleisch und Blut zu kaͤmpfen, sondern mit Fuͤrsten und Gewaltigen, naͤmlich mit den Her⸗ ren der Welt, die in der Kinster⸗ sterniß dieser Welt herrschen, mit den boͤsen Geistern unter dem Him⸗ Um deßwillen, so ergreifet den Harnisch Gottes, auf dah ihr, wann das boͤse Stuündlein kommt, Widerstand thun, und alles wohl ausrichten, und das Feld behalten moͤget. So stehet nun, umgürtet eure Lenden mit Wahrheit, und angezogen mit dem Krebs der Ge⸗ rechtigkeit, und an Beinen gestie⸗ felt, als fertig zu treiben das Evan⸗ gelium des Friedens, damit ihr bereitet seyd. Vor allen Dingeu aber ergreifet den Schild des Glau bens, mit welchem ihr aus loͤschen koͤnnet alle feurige Pfeile des Boͤse⸗ wichis, und nehmet den Helm des Heils, und das Schwerd des Gei⸗ stes, welches ist das Wort Gottes.

Am 22. Sonntage nach Trinitatis.

Evangelium, Matth. 18. 23⸗35.

Nas Himmelreich ist gleich ei⸗ nem Konige, der mit sei⸗

nen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ibm einer vor, der war ihm zehn tausend Pfund schuldig. Da ers nun nicht hatte zu beiahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder, und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder, und betete ihn an, und sprach: Herr, habe

bezahlen. Da jammerte den Herrn desselbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hinaus, und fand einen seiner Mit⸗ inechte, der war ihm hundert Gro⸗ schen schuldig, und er griff ihn an, und wuͤrgete ihn, und sprach: Be⸗ zahle mir, was du mir schuldig bist. Da fiel sein Mitknecht nieder, und bat ihn und sprach: Habe Ge⸗ duld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht, son⸗ dern ging hin, und warf ihn ins Gefaͤngniß, bis daß er bezahlte, was er schuldig wer. Da aber seine Mit⸗ ͤnechte solch es sahen, wurden sie sehr betruͤbt, und kamen, und brach⸗ ten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen uͤber deinen Mitknecht, wie ich mich uͤber dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig, und uͤberantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch thun, so ihr nicht ver⸗ gebet von eurem Herzen, ein jegli⸗ cher seinem Bruber seine Fehle.

Epistel, Phil., 3⸗II.

Oech dauke meinem Gott, so ost ich eurer gedenke,(welches ich allezeit thue in allem meinem Gebet fuͤr euch Alle, und thue das Gebet mit Freuden), über eurer Gemein⸗ schaft am Evangelio, vom ersten Tage an, bisher, und bin dessel⸗ bigen in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gu⸗ te Werk, der wirds auch vollfuh⸗ ren, bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir billig ist, daß ich dermaßen von euch allen hal⸗ te, darum, daß ich euch in meinem

Herzen

Geduld mit mir, ich will dir alles

S:

Herzer Gefaͤn Evang raͤftiz der G Gott nach zensgr darun mehr lerlei daß i beste ter u Tag ten d Jesur euch)