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Am 23. und 24. Sonntage nach Trinitatis.
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Herzen habe, in diesem meinem Gefaͤngnisse, darinnen ich das Evangelium verantworte und be⸗ kraͤftige, als die ihr alle mit mir der Gnade theilhaftig seyd Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von Her⸗ zensgrund in Jesu Christo. Und
darum bete ich, daß eure Liebe je⸗
mehr und mehr reich werde in al lerlei Erkenntniß und Erfahrung, daß ihr prüfen möget, was das beste sey, auf daß ihr sevd lau⸗ ter und unanstoͤßig, bis auf den Tag Christi, erfullet mit Fruͤch⸗ ten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Chrittum geschehen,(in euch) zur Ehre und Lobe Gottes.
Epistel, Phil. 3, 1721. zolget mir, lieben Bruͤder, und O sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen
ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen, die
Feinde des Kreutzes Christi, wel⸗ cher Ende ist dos Verdammniß, welchen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zu Schanden wird, berer, die irdisch gesinnt sind. Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes Jesu Christi des Herrn, welcder unsern nichtigen Lesb ver⸗ klären wird, daß er aͤhnlich werde seinem verklaͤrten Leibe, nach der
Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthaͤnig machen.
Am 2. Sonntage nach Trinitatis.
Am 24. Sonntage nach Evangelium,‚, Matth. 22, 1522. Trinitatis. ö ngen die Pharisaͤer hin
De und Rielten enen Rath⸗ Wie Evangelium, Matth. 9, 18⸗26.
sie Jesum fingen in seiner Rede. a Jesus solches mit ihnen redete, Und sandten zu ihm ihre Juͤnger, siehe da kam der Obersten ei⸗ samt Herodis Dienern, und spra⸗ner, und fiel vor ihm nieder, und chen: Meister, wir wissen, daß du sprach: Herr, meine Tochter ist wahrhaftig bist, und lehrest den iezt gestorben, aber komm und les⸗ Weg Gottes recht, und du fragest ge deine Hand auf sie, so wir
nach niemand, denn du achtestisie lebendig Und Jesus stand auf, nicht das Ansehen der Menschen. und folgete ihm nach, und seine Darum sage uns, was duͤnket dich? Juͤnger. Und siehe, ein Weib, das Ists recht, dat man dem Kaiser zwoͤlf Jahr den Blutgang gehabt, Zins gebe oder nicht? Da nun trat von binten zu ihm und ruͤh⸗ Jesus merkle ihre Schalkheit, sprach rete seines Kleides Saum an. er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr Denn sie sprach bei sich selbst: mich? Weiset mir die Zinsmuͤnze. Moͤchte ich nur sein Kleid anruͤh⸗ Und sie reichten ihm einen Gro⸗ren, so wuͤrde ich gesund. Da chen dar. Und er sprach zu ih⸗wendete sich Jesus um, und sahe nen: Weß ist das Bild und die sie, und sprach: Sey getrost, Ueberschrift? Sie sprachen zu ihm: meine Tochter, dein Glaube hat Des Kalsers. Da sprach er zu ih⸗ dir geholfen. Und das Weib ward nen: So gebet dem Kaiser, was gesund zu derselbigen Stunde. Und des Kaisers ist, und Gott, was Got⸗als er in des Obersten Haus tes ist. Da sie das hoͤreten, ver⸗ kam, und sahe die Pfeifer und sprach denn das Maͤgdl. in
wunderten sie sich und ließen ihn, das Getuͤmmel des Volks, ser zu ihnen: Weichet,
und gingen davon.


