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Neues Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in den Kurfürstlich-Hessischen Landen
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Am 19. und 20. Sonntage nach Trinitatis.

sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn? da er saget: der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel dei⸗ ner Fuͤße. So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konn⸗ te ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Ta⸗ ge an hinfort ihn fragen.

Epistel, 1 Cor. I, 479.

ch danke meinem Gott allezeit eurenthalben fuͤr die Gnade Sottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seyd durch ihn in allen Stuͤcken reich ge⸗ macht, an aller Lehre, und in al⸗ ler Erkenntniß, wie denn die Pre⸗ digt von Christo in euch kraͤftig worden ist, also, daß ihr keinen Man⸗ gel habt, an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi. Welcher auch euch wird fest behalten bis ans Ende, daß ihr unstraͤflich seyd auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seyd zur Ge⸗ meinschaft seines Sohns Jesu Chri⸗ sti, unsers Herrn.

Am 19. Sonntage nach Trinitatis.

Evangelium, Matth. g, 178.

a trat er, der Herr Jesus, in das Schiff, und fuhr wieder her⸗ uͤber, und lam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbruͤchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glau⸗ ben sahe, sprach er zu dem Gicht⸗ bruͤchigen: Sey getrost, mein Sohn, deine Suͤnden sind dir verge⸗ ben. Und siehe, etliche uuter den

Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser laͤstert Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sahe, sprach er: Warum denket ihr so arges in euren Herzen? Welches ist leicht⸗ ter zu sagen: Dir sind deine Sün⸗ den vergeben, oder zu sagen: Ste⸗ he auf, und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden die Sünden zu vergeben, sprach er u dem Gichtbruͤchigen: Stehe auf, hebe dein Bette auf, und gehe heim. Und er stand auf und ging heim. Da das Volk das sahe, ver⸗ wunderte es sich, und preisete Gott, der solche Macht den Men⸗ schen gegeben hat.

Epistel, Ephes. 4, 22⸗28.

So leget nun von euch ab, nach

dem vorigen Wandel, den al⸗ ten Menschen, der durch Luͤste in Irrthum sich verderbet. Ernen⸗ ert euch aber im Geiste eures Ge⸗ muͤths, und ziehet den neuen Men⸗ schen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffner Gerechtigkest und Heiligkeit. Darum leget die Luͤgen ab, und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Naͤchsten, sintemal wir untereinander Glieder sind. Zuͤrnet und sündiget nicht, lasset die Sonne nicht uͤber eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Laͤsterer. Wer gestoh⸗ len hat, der stehle nicht mehr, son⸗ dern arbeite, und schaffe mit den Haͤnden etwas Gutes, auf daß er habe zu geben dem Duͤrftigen.

Am 904 Sonntage nach

Trinitatis.

Evangelium, Matth. 22, 214.

D Himmelreich ist gleich einem Koͤnige, der seinem Sohn Hoch⸗

zeit machte. Und sandte seine aueat ö