Druckschrift 
Neues Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in den Kurfürstlich-Hessischen Landen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

er zu 7 und ihr yn ant⸗ Mei⸗

Am 6. und 7. Sonntage nach Trinitatis.

31

siehet auf die, die da Boͤses thun. Und wer ist, der euch schaden koͤnnte, so ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seyd ihr doch selig. Fuͤrchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht, und erschrecket nicht. Heiliget aber Gott den Herrn in eurem Herzen.

Am 6. Sonnt. nach Trinit.

Evangelium, Matth. 5, 20⸗26.

zs sey denn eure Gerechtigkeit besser, denn der Schristge⸗ lehrten nnd Pharisaͤer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kom⸗ men. Ihr habt gehoͤret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollt nicht toͤd⸗ ten; wer aber toͤdtet, der soll des Gerichts schuldig seyn. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zuͤrnet, der ist des Gerichts schul⸗ dig. Wer aber zu seinem Bruder

saget: Racha! der ist des Raths schuldig. Wer aber saget: Du Narr! der ist des hoͤllischen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst, und

Bruder etwas wider dich habe: so laß allda vor dem Altar deine Ga⸗ be, und gehe zuvor hin und ver⸗ soͤhne dich mit deinem Bruder. und alsdann komm und opfere deine Ga⸗ be. Sey willfaͤhrig deinem Wider⸗

sacher bald, dieweil du noch bei ihm

auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst

uͤberantworte dem Richter, und

der Richter überantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerker

geworfen. Ich sage dir wahrlich: du wirst nicht von dannen heraus kommen, bis du auch den letzten

Heller bezahlest.

Epistel, Roͤm. 6, 3⸗II.

Wißst ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum ge⸗

tauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir nun mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daßs, gleichwie Christus ist auferweckt von den Todten, durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen anch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber sammt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstebung gleich seyn. Die⸗ weil wir wissen, daß unser alter Mensch sammt ihm gekreuziget ist, auf daß der suͤndliche Leib aufhoͤre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Suͤn⸗ de. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus, von den Tod⸗ ten erwecket, hinfort nicht stirbet, der Tod wird hinfort uͤber ihn nicht herrschen. Denn, daß er ge⸗ storben ist, das ist er der Suͤnde gestorben, zu einem mal, daß er aber lebet, das lebet er Gotte. Also anch ihr, haltet euch dafuͤr, daß ihr der Suͤnde gestorben seyd,

und lebet Gotte in Christo Jesu,

wirst allda eingedenk, daß dein erm Herrn.

Am 7. Sonnt. nach Trinit. Evangelium, Marc. 8, 1⸗9. u der Ztit, da viel Volkes da 0 war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Juͤnger zu sich, und sprach zu ihnen: Mich jam⸗ mert des Volks, denn sie haben nun drei Tage bei mir verharret und haben nichts zu essen. Und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe gehen, wuͤrden sie auf dem Wege verschmachten, denn etliche waren von ferne gekommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brod hier in der Wuͤ⸗ sten, daß wir sie saͤttigen? Und er fragte sie, wie viel habt ihr 5 is