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Neues Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in den Kurfürstlich-Hessischen Landen
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30 Am 5. Sonntage nach Trinitatis.

wie kanust du sagen zu deinem Bru⸗ der: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge zie⸗

hen, und du siebest selbst nicht den

Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zeuch zuvor den Balken aus deinem Auge, und besiehe dann, daß du den Splitter aus dei⸗ nes Bruders Auge ziehest.

Epistel, Roͤm. 8, 18⸗28.

Denn ich halte es dafuͤr, daß die⸗

ser Zeit Leiden der Herrlich⸗ keit nicht werth sey, die an uns soll offenbaret werden. Denn das angstliche Harren der Creatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sintemal die Crea⸗ tur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen, sondern um deßwil⸗ len, der sie unterworfen hat auf Hoffnung. Denn auch die Cregtur frei werden wird von dem Dienst des vergaͤnglichen Wesens, zu der herrlichen Freiheit der Kinder Got⸗ tes. Denn wir wissen, daß alle Ereatur sehnet sich mit uns, und aͤngstet sich noch immerdar. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erfilinge, sehnen uns auch bey uns selbst nach der Kindschaft, und war⸗ ten auf unsers Leibes Erloͤsung

Am 5. Sonnt. nach Trinit.

Evangelium, Luc. 5, 1⸗II.

s begab sich aber, da sich das Volk zu Jesu drang, zu hoͤren

das Wort Gottes, und er stund am See Genezareth, und sahe zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten, und wuschen ihre Netze. Da krat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß ers ein wenig vom Lande fuͤhrete. Und er satzte sich, und lehrete das Volk aus dem Schiffe. Und als er hatte auf⸗

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gehoͤret iu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Hoͤhe, und werfet eure Netze aus, daß iht einen Zug thut. Und Simon ant⸗ wortete und sprach zu ihm: Mei⸗ ster, wir haben die ganze Nacht geyß arbeitet und nichts gefangen aber guf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da sie das thaͤten,

beschlossen sie eine große Menge di⸗

sche, und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiffe waren, daß sie ka⸗

men, Und sie kamen, und fuͤlleten beide Schiffe voll, also daß sie sunken.

Da das Simon Petrus sahe, fiel

er Jesu zu den Knien, und spracht Herr, gehe von mir hinaus ich bin ein suͤndiger Mensch. Denn et war ihm ein Schrecken ankommen,

und alle, die mit ihm waren, uͤbet diesen Fischtug, den sie mit⸗ einander gethan hatten, desselbigen

gleichen auch Jakobum und Johan⸗

nem, die Soͤhne Zebedaͤi, Simoni Gesellen. Und Jesus sprach zu

Simon: Fürchte dich nicht, denn

von nun an wirst du Menschen fa⸗

hen. Und sie fuͤhreten die Schifft

zu Lande, und verließen alles, und folgeten ihm nach.

Epistel, 1 Petr. 3, 8⸗15. Enu aber seyd allesamt gleich

gesinnet, mitleidig, bruͤderlich

barmherzig, freundlich. Vergellel nicht Boͤses mit Boͤsem, oder Schell⸗ wort mit Scheltwort, sondern da gegen segnet, und wisset, daß iht dazu berufen seyd, daß ihr den Se⸗ gen beerbet. Denn wer leben will, und gute Tage sehen, der schweigt seine Zunge, daß sie nichts Boͤses rede, und seine Lipyen, daß sie nicht truͤgen. Er wende sich vom Bösen, und thue Gutes: er suche

Friede und jage ihm nach. Denn

die Augen des Herrn sehen auf die

Gerechten, und seine Ohren auf Iht

Gebet; das Angesicht aber des 1111 ů

und huͤlfen ihnen ziehen.

siehet at Und wer so ihr

Und ob Gerecht selig. Fi Trotzen Heiliget eurem

ten; w Gericht sage eus

E. . * 3 6*

uͤberan der Ri Diener geworf. du wir komme Heller EI

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