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Erste Abtheilung.
3. Nicht wunder für das aug al⸗ lein; Auch wunder für die seele: Damit es ihr, sich zu erfreun, An keiner schönheit fehle. Wie kunst⸗ voll ändert gott sie ab! Dem man⸗ gelt, was er andern gab; Und je⸗ des ist doch herrlich.
. Wo ist ein gras; wo nur ein blatt, Ein stäublein auf der erde, Wodurch, o mensch, nicht gottes rath Und kraft verherrlicht werde? O, wie ist seine macht so reich! Was aber deiner trägheit gleich, Daß du's nicht siehst, nicht fühlest?
5. Gab seine macht, die schöpferin, Zum führer deines lebens, Dir dei⸗ nen geist, so manchen sinn, So viel gefühl vergebens? Für wen, für wen, als dich, erschafft, Erhält und schmücket seine kraft So viele große werke? ö
6. Dein gott bedarf nichts; seine hand, Die seine schöpfung schmück⸗ te, Gab dir Empfindung und ver⸗
lust. Drum preist mit frohem triebe
Dich unsre dankerfüllte brust. Wie so gar ohne grenzen Ist deine gütig⸗ keit! So weit die himmel glänzen Uebst du barmherzigkeit. Du siehst mit wohlgefallen Auf das, was du gemacht; Und hast auch uns, uns allen, Viel gutes zugedacht.
2. Uns ewig zu beglücken Erschufst du uns und deine welt, Die hier schon zum entzücken So viele wun⸗ der in sich hält; Roch größrer güte proben, Hat für uns deine hand Im himmel aufgehoben, Der wonne vaterland. Dahin uns zu erheben Sandtst du den sohn herab, Der huldreich selbst sein leben Für uns verlorne gab.,
3. Wie groß ist deine gnade! Wer ist so reich an huld, als du? Auch auf dem sündenpfade Siehst du uns voller langmuth zu. Du lockest uns zur buße, Und fallen wir gebeugt
stand, Damit er dich beglückte.
Willst du, o mensch, nicht glücklich seyn? Will sich nicht deine seele freun, Nicht immer froher werden?
7. Er selbst entflammt in deiner brust Die sehnsucht nach vergnü⸗ gen. Er schuf auch quellen, die voll lust Stets rinnen, nie versiegen. Gieb nur auf seine güte aͤcht; Denn seine segenvolle macht Schafft allen wahre freude.
8. Dir wohlzuthun, das ist ihr zielz Laß dich zum dank erwecken! O hätt ich doch genug gefühl, Wie gut er ist, zu schmecken! Ist seiner wohnung vorhof schon So schön; wie wird mich einst sein thron, Wie wird er selbst entzücken!
9. Lobsinget göott und betet an! Es dank, es rühm, es singe, Es jauchze, wer nur jauchzen kann, Dem schöpfer aller dinge! Wie groß ist unsers schöpfers macht! Wie herrlich, wie untadelhaft Sind alle seine werke!
Mel. Nun lob, mein seel, den ꝛce.
Voll reue dir zu fuße, Voͤll reu, die beßrung zeugt; So schenkest du uns armen Auch trost an deiner huld, Und tilgest aus erbarmen Die ganze sündenschuld; 2 1 Mit jedem neuen morgen Ist immer deine güte neu! Selbst un⸗ serm wunsch und sorgen Kommst du zuvor mit vatertreu. Du, ursprung aller gaben, Du weißt, was uns gebricht; Und was wir nöthig ha⸗ ben Versagst du keinem nicht, Wie sind doch unsre tage Von deinem wohlthun voll! Selbst ihre last und
plage Lenkst du zu unserm wohl.
5., Wer sollte dich nicht lieben? Du hast uns ja zuerst geliebt, Und bist stets treu geblieben, Wie viel wir wider dich verübt. Mit gnaden uns zu segnen Ist ewig deine lust; Mit dank dir zu begegnen, Sey stets auch unsre lust! Zu ehren deinen willen, Uns selbst zum glück und heil, Ihn freudig zu erfüllen, Sey unser bestes theil!
64 Wer hier auf seinen wegen Dein wort vor augen hat und hält,
56 O gott, du bist die liebe; 2 Uns wohlzuthun ist deine
Den setzest zu zum segen Schon hier,


