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Neues Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinden in den Kurfürstlich-Hessischen Landen
Entstehung
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2 Erste Abtheilung.

2.

2. Er ist und bleibet, wie er ist!

Wer strebet nicht vergebens, Ihn auszusprechen? wer ermißt Die dauer seines lebens? Wir men⸗ schen sind von gestern her; Eh noch die erde war, war er, Noch eher, als die himmel.

5. Des ew'gen thron umgiebt ein licht, Das ihn vor uns verhüllet. Ihn fassen alle himmel nicht, Die seine kraft erfüllet! Er bleibet ewig, wie er war, Verborgen und auch offenbar In seiner werke wundern.

4. Wir sind allein durch seine kraft Das, was wir sind und werden! Er kennet alles, was er schafft, Im himmel und auf erden. Bei ihm ist weisheit und verstand, Und kraft und stärke; seine hand Um⸗ spannet erd und himmel.

5, Ist er nicht nah? ist er nicht fern? Weiß er nicht aller wege? Wo ist die nacht, da sich dem herrn Ein mensch verbergen möge? Um⸗ sonst hüllt ihr in finsterniß, Was ihr beginnt; er siehts gewiß, Er sieht es schon von ferne.

6. Wer schützt den weltbau ohne dich, O herr, vor seinem falle? Allgegenwärtig breitet sich Dein aufsehn über alle! Du bist voll freundlichkeit, voll huld, Barm⸗ herzig, gnädig, voll geduld, Ein vater, ein verschoner!

v Unsträflich bist du, heilig, gut, Und reiner, als die sonne. Wohl dem, der deinen willen thut; Denn du belohnst mit wonne; Du hast unsterblichkeit allein, Bist selig, wirst es ewig seyn; Hast freuden, gott, die fülle.

3. Dir nur gebühret lob und dank, Anbetung, preis und ehre. Kommt, werdet gottes lobgesang, Ihr alle, seine heere! Der herr ist gott, und keiner mehr! Wer ist ihm gleich? wer ist, wie er, So herrlich, so vollkommen?

Mel. Dreieinigkeit, der gottheit ꝛc. oder: Eigne Melodie Nr. 1. der hinten angedruckten.

Frhabner gott, was reicht an deine größe; Denk ich an dich, so findt sich meine blöße; Ich fühle, herr, daß du unendlich bist, Und daß umschränkt mein forschend denken ist.

2, Du wohnst im licht, dazu kein mensch kann kommen: Was ists, das wir von deinem ruhm vernom⸗ men? Ach nur ein theil von deiner majestät, Die über alles dich, o gott erhöht.

3. Dein ew'ges seyn, dein ganz vollkommnes wesen; Das, was du wirkst, und was dein rath erlesen, Ist viel zu hoch für menschlichen verstand: Von engeln selbst wirst du nie ganz erkannt:

4. Wie sollt ich denn, ich staub, mich unterwinden Unendlicher, dich völlig zu ergründen? O mache mich von solchem dünkel frei, Daß mir dein woͤrt des glaubens richtschnur sey.

6. Mein eigner geist kann sich leicht hintergehenz Dein wort ist wahr, es bleibet ewig stehen. Erforsch ich gleich dein göttlich wesen nicht: So gnüge mir davon dein unterricht.

64 Von dir, durch dich, zu dir sind alle dinge: Gieb, daß ich dir mich selbst zum opfer bringe. Be⸗ greif ichs nicht, wie du die welt regiersti So sey mirs gnug, daß du mich selig führst.

5. Einst wirst du dich mir näher offenbaren; Einst werd ich mehr von deinem rath erfahren: Wenn ich nur dem, was mich dein wort gelehrt, Geglaubt, gefolgt, und treu dich hier verehrt.

8. Drum hilf, daß ich mit ehrfurcht vor dir wandle; In allem thun nach deinem willen handle z Zufrieden sey wie du mich hier regierst, Bis du mich einst zu deinem Himmel führst. 9. Dann werde ich dich im hellern lichte sehen, Und, froh in dir, dein

ewig

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