II
Q
Erste Abtheilung. Lieder uͤber die christliche Glaubens⸗Lehre.
1. Von Gott.
Mel. Nun danket alle gott ec.
nbetungswürd'ger gott, „Mit ehrfurcht stets zu
nennen! Du bist un⸗ endlich mehr, Als wir begreifen können: Oiflöße meinem geist Die tiefste demuth ein, Und laß mich stets vor dit Voll ehrerbietung seyn!
2. Du riefst dem, das nicht war, Um lust und seligkeiten Aufs man⸗ nigfaltigste Um dich her auszubrei⸗ ten. Die liebe bist du selbst, Ver⸗ stand und rath sind dein; Und du gebrauchst sie gern, Zu segnen, zu erfreun.
3. Du sprichst, und es geschieht. Auf dein allmächtig: werde! Ent⸗ stand dein großes werk, Der him⸗ mel und die erde. Mit deinem kräft'⸗ gen work Trägst du die ganze welt, Und deine macht vollführt, Was uns unmöglich fällt.
4. Du bist der herren herrz Der erde majestäten Sind, höchster, vor dir staub; Auch geister kannst du tödten. Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, Deß hoheit muß bestehn
5., Wer hat dich je gesehn? Wer kann im fleisch dich sehen? Kein sterblich auge reicht Bis zu den lichteshöhen, Von welchen du mit huld Auf deine schöpfung blickst, Und alles, was da lebt, Erfreuest und beglückst.
6. Ja, hier erkennen wir Dich nur sehr unvollkommen; Wird aber der⸗ maleinst Der vorhang weggenom men,;, Der dich, unendlicher, Noch unserm blick verschließt: Dann sehn wir heller ein, Wie herrlich du, gott, bist.
7 Indeß sey auch schon jetzt Dein ruhm von uns besungen. Ver⸗ schmähe nicht ein lob Von äußerst schwachen zungen! Dort soll, wann wir dereinst In hellerm licht dich sehn, Auch stärker unser lied Dich, großer gott, erhöhn.
Mel. Sey lob und ehrẽ dem hoöchst. ꝛc.
2 Der herr ist gott und keiner mehr: Frohlockt ihm, alle frommen! Wer ist ihm gleich? wer ist wie er, So herrlich, so vollkom⸗ men? Der herr ist groß! sein nam' ist groß! Er ist unendlich, grenzen⸗ los In seinem ganzen wesen.
A 2. Er


