unsers HErrn und Heilandes Jesu Christi. 211 . Jesus aber, da er auferstanden war früh am ersten Tage der Sab⸗ bather, erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben en⸗ Teufel ausgetrieben hatte. Diese Maria nämlich(die Petro und dem andern ben Jünger gefolgt und bei deren Weggehen zurückgeblieben war) stund vor — dem Grabe, und weinte draußen. Als sie nun weinte, guckte sie in das an Grab, und siehet zween Engel in weißen Kleidern sitzen, einen zu den Häupten und und den andern zu den Füßen, da sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. Und ehte dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: die Sie haben meinen HErrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn und hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück, und siehet. Jesum stehen, und weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast Du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingelegt? so will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um, und spricht zu ihm: Rabbuni, das heißet Meister. Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an; denn ich bin noch nicht auf⸗ gefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern, und sage nur ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem rlich ö Gott und zu eurem Gott. Maria Magdalena kommt, und verkündiget den Jüngern, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weineten: liche Ich habe den HErrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt. Und die⸗ ruch selbigen, da sie hörten, daß er lebte und wäre ihr erschienen, glaubten sie nicht. eten ö Gleich nach dieser ersten Erscheinung des HErrn Jesu geschah die zweite ber den übrigen Weibern, als sie auf dem Wege waren, um die Verkündigung oßen der Engel den Jüngern anzuzeigen. Zu welcher Zeit auch die Hüter des Grabes den Hohenpriestern von demjenigen, was geschehen war, Nachricht bringen, aber von selbigen durch Bestechung zur Verfälschung der Wahrheit 7.12 verleitet werden. daß ö Jesus offenbarte sich hierauf noch an dem Tage seiner Auferstehung zeiro den zween Jüngern, die nach Emmaus gingen. nen: Nach dem Evangelio des zweiten Ostertages, wo zugleich die nach 1. Kor. 15, 5 licht, dem Petro besonders geschehene Erscheinung erwähnt wird. mnein Und am Abend desselbigen Tages seinen versammelten Jüngern, talen Siehe den ersten Teil des Evangelii am ersten Sonntage nach Ostern, vergl. Iten, mit Marc. 16, 14, Luc. 24, 36— 44.
denen er acht Tage darauf im Beisein des Thomas zum andern Male —11. erscheinet.
leren Siehe den andern Teil des Evangelii am ersten Sonntage nach Ostern. neler Darnach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern an dem Meer einen bei Tiberias. Er offenbarte sich aber also: Es waren beieinander Simon und Petrus und Thomas, der da heißt Zwilling, und Nathanael von Kana aus weiß⸗ Galiläa, und die Söhne Zebedäi und andere zween seiner Jünger. Spricht elegt, Simon Petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihn ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das der Schiff alsobald, und in derselbigen Nacht fingen sie nichts. Da es aber u die jetzt Morgen ward, stund Jesus am Ufer; aber die Jünger wußten nicht, ingen daß es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werfet das Netz zur Rechten des Schiffs, so werdet ihr finden. Da warfen sie, und


