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unsers HErrn und Heilandes Jesu Christi. 209
schliefen, und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung, und kamen in die heilige Stadt, und erschienen vielen. ö
Aber der Hauptmann, der dabei stund gegen ihm über, und die bei ihm waren, und bewahreten Jesum, da sie sahen, daß er mit solchem Geschrei
verschied, und sahen das Erdbeben, und was da geschah, erschraken sie sehr,
und priesen Gott und sprachen: Wahrlich, dieser ist ein frommer Mensch und Gottes Sohn gewesen! Und alles Volk, das dabei war und zusah, da sie sahen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust und wandten wieder um. Es stunden aber alle seine Verwandten von ferne, und viele Weiber, die ihm aus Galiläa waren nachgefolget, unter welchen war Maria Magdalena und Maria, des kleinen Jakobs und Joses Mutter, und Salome, die Mutter der Kinder Zebedäi, und viele andere, die mit ihm gen Jerusalem gegangen waren, und hatten ihm gedienet, und sahen das alles.
Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuze blieben den Sabbath über,(denn desselbigen Sabbaths Tag war groß,.) baten sie Pilatum, daß ihre Beine gebrochen, und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte, und brachen dem ersten die Beine, und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegsknechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeuget, und sein Zeugnis ist wahr; und derselbige weiß, daß er die . saget, auf daß auch ihr glaubet. Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet würde:„Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.“ Und abermal spricht eine andre Schrift:„Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben.“
Füunfte Abteilung. Das Begräbnis Jesu.
Darnach am Abend, weil es der Rüsttag war, welcher ist der Vor-— sabbath, kam ein reicher Mann von Arimathia, der Stadt der Juden, mit Namen Joseph, der war ein Ratsherr, ein guter frommer Mann, welcher auch auf das Reich Gottes wartete; der hatte nicht gewilliget in ihren Rat und Handel, denn er war ein Jünger Jesu, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden. Der wagte es, und ging zu Pilato, und bat, daß er möchte abnehmen den Leichnam Jesu. Pilatus aber verwunderte sich, daß er schon tot war, und rief den Hauptmann, und fragte ihn: ob er längst gestorben wäre? Und als er es erkundet von dem Hauptmann, befahl er, man sollte Joseph den Leichnam Jesu geben.
Und Joseph kaufte eine Leinwand. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesu kommen war, und brachte Myrrhen und Aloe untereinander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leichnam Jesu, und wickelten ihn in eine reine Leinwand, und banden ihn in leinene Tücher mit Spezereien, wie die Juden pflegten zu begraben. Es war aber an der Stätte, da er gekreuziget ward, ein Garten, und in dem Garten ein neues Grab, das war Josephs, welches er hatte lassen in einen Felsen hauen, in welches niemand je geleget war. Daselbst hin legten sie Jesum um des Rüsttages willen der Juden, dieweil der Sabbath anbrach und das Grab nahe war, und wälzeten einen großen Stein vor die Tür des Grabes, und gingen davon. Es waren aber allda Maria Magdalena und Maria Joses und die Weiber, die mit Jesu kommen waren aus Haldt4; die folgeten
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