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Evangelisches Gesang-Buch / herausgegeben nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg u. von der Grafschaft Mark
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412 Für Kranke. Heimat zu, Und laß sie nach sanftem 4. Auch wenn ich mehr noch Sterben Deines Himmels Frie⸗litte, Bis zu dem letzten Schritte den erben. Will ich ihm folgsam sein. Er prüft mich nur durch Leiden, Und

Mel. Nun ruhen alle Wälder. führt zu höhern Freuden Mich 670 Auf Gott nur will ichseinst mit frommen Duldern ein.

sehen, Er hört der 5. So eilen meine Tage, Witwen Flehen, Und nimmt sich Auch unter Last und Plage, Wie meiner an. In meinen tiefsten Träume schnell dahin! Und ohne Schmerzen Bleibt er doch meinem Widerstreben Verlaß ich einst das Herzen Der Fels, auf den ich Leben Mit stillem, ihm ergebnem bauen kann. Sinn.

2. Mich tröstet seine Gnade, 6. Wenn ich dann einst dich Er ist auf jedem Pfade Bei mir schaue, Auf den ich hier vertraue, bis an das Grab. Er wird mich Mein Vater und mein Freund, nicht verlassen! Dies Trostwort Wie will ich dann dich ehren, will ich fassen, Es sei mein Wie danken für die Zähren, Die Stecken und mein Stab. ich als Witwe hier geweint!

3. Gott will ich gläubig lieben, 7. Den Gatten, den ich liebte, Und gute Werke üben In stiller Des Abschied mich betrübte, Find Einsamkeit. Er sieht es, wie ich's ich in Gottes Hand. Wie wollen meine, Er sieht auch, wenn ich wir uns freuen, Und unsre Lieb weine, Und giebt mir, was mein erneuen Im thränenfreien Vater⸗ Herz erfreut. land!

6. Für Kranke, Genesende, Sterbende. Mel. Wer nur den lieben Gott. 3. Herr, eile doch, mir beizuste⸗ 671 Der Morgen kommt, hen, Verlaß mich in der Schwach 33 noch währt die heit nicht. O neige auf mein Plage, Sie wird mit jedem brünstig Flehen Zu mir dein Morgen neu. Wie traurig fließen freundlich Angesicht. Verleih mir mir die Tage Der bangen Prü⸗nur in meinem Schmerz Geduld fungszeit vorbei! Das Licht, der und ein zufriednes Herz. neuen Sonne Licht, Erheitert 4. Noch ist das Schicksal mir meine Seele nicht. verborgen, Das diesen Tag mich 2. Noch immer bin ich auf der treffen soll, Doch dich, o Vater, Erde, Wo mich Gefahr und Not laß ich sorgen: Du kennst und umringt, Wo mich die drückende willst mein wahres Wohl. Dein Beschwerde Zum Kleinmut und Rat, was der beschließt und thut, zur Klage dringt. Ich hoff auf Ist heilig, ist gerecht und gut. Lindrung meiner Pein, Doch meine 5. Soll ich die Last noch länger Hoffnung trifft nicht ein. tragen, So halt ich deiner Fügung

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