Druckschrift 
Evangelisches Gesang-Buch / herausgegeben nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg u. von der Grafschaft Mark
Einzelbild herunterladen

mein dein mir duld

mir mich ater,

und Dein thut, ut. inger gung

Für Kranke, Genesende. still. Mich lehret ja mein Heiland

sagen: Wie du, Gott, willst, nicht wie ich will! Stärk mich auch in der Krankheit Pein, Gelassen, so wie er, zu sein.

6. Einst kommen doch der Ruhe Stunden, Des Lebens Ende rückt herbei; Dann ist das Leiden über⸗ wunden, Ich bin von aller Trüb⸗ sal frei. Du selbst giebst mir, o Gottes Sohn, Nach diesem Kampf den Gnadenlohn.

Mel. Die Tugend wird durchs.

2 672. höchste lebet, Er will den Tod des Sünders nicht, Der ganz zerknirscht vor ihm er⸗ bebet, Und sich sein eignes Ur⸗ teil spricht. Er züchtigt uns zu seiner Ehre Und unserm Heil mit Vatertreu; Nur, daß man sich zu ihm bekehre, Und zu dem Leben tüchtig sei.

2. Du milder Gott, ich selber sehe Den teuren Eid an mir er⸗ füllt. Wenn ich mit Ren um Gnade

flehe, Wird meiner Seele Angst

gestillt. Da meine Werke nichts verdienen, Bleibt deiner Gnade aller Preis; Die ist an mir so

groß erschienen, Daß ich's nicht Seele hing.

auszusprechen weiß.

3. Ich sah die Welt und alles schwinden, Und Sinn und Sprache starben schon, Ich fühlte nichts

als meine Sünden, Und sah nur

deinen Richterthron. Da rührte dich mein letztes Sehnen, Mein Jammer brach dein Vaterherz, Es schrieen für mich Jesu Thränen, Und mich erbat sein Blut und Schmerz.

So wahr der Aller⸗

413

4. Bald kam dein ganzer Trost hernieder, Der holte mich vom Tod herauf, Und stärkte mich voll⸗ kommen wieder Zu einem neuen Lebenslauf. Du sprachest freund lich mit mir Müden, Und ich vernahm dein Gnadenwort: Nun gehe hin, mein Kind, in Frieden, Und sündige nicht mehr hinfort! 5. O welcher Seligkeiten Menge Erweckte dieses Heil in mir! Dem Danke ward mein Herz zu enge, Und brannt und wallte nur von dir. O würde ich die Angst nicht wissen, In die mich deine Zucht geführt: So müßt ich deine Liebe missen, Die jetzt mich doch so innig rührt.

6. Ich weihe, was ich von dir habe, Mein Herz dir ganz zum Opfer ein. Es wird, o Schöpfer, deine Gabe Ja teu'r in deinen Augen sein. Ich weiß nun, was es sei zu leben, Da ich, was sterben sei, erfuhr, Nun wird mir stets im Sinne schweben, Was ich dir in der Prüfung schwur.

7. Es ist genug, daß ich vor Zeiten Nach meines Fleisches Lüsten ging, Und in dem Netz der Eitel⸗ keiten Verstrickt mit Leib und Ich bin ja darum nur genesen, Daß ich die Seele retten kann, So fang ich denn ein andres Wesen Mit deiner Gnade Beistand an.

Mel. So gehst du nun, mein Jesu. 673 Das ist mein Trost, Herr Jesu Christ, In meinen bangen Stunden, Daß

du für mich gestorben bist, Für mich hast überwunden. Welch