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Evangelisches Gesangbuch / hrsg. von der Bezirkssynode Wiesbaden
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46 Feste und Festzeiten.

3. Da kam ein Heiland, ein Befreier, der Menschensohn voll Lieb und Macht, und hat ein allbelebend Feuer in unserm Innern angefacht. Nun sehen wir den Himmel offen, als unser wahres Vaterland; wir können glauben, lieben, hoffen und fühlen uns mit Gott ver— wandt.

4. Uns hat der Herr sich kund gegeben; des Heils in ihm sind wir gewiß. Nun dringt ein heitres, lichtes Leben in bodenlose Finsternis. Mit ihm bin ich erst Mensch geworden; das Schicksal ist verklärt durch ihn: ein Paradies muß aller Orten um mich, als Gottes Kind, er— blühn.

5. Nun flieht die Sünde aus dem Herzen; Straf und Pein entweicht. heilt der Schmerzen und macht die Last der Erde leicht. Durch ihn geheiligt, mag das Leben wie ein Traum; der ewgen Hoffnung hingegeben, bemerken wir den Abschied kaum.

die Furcht vor

Der Glaube Seele

verschwinden schneller

6. O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Irrenden herein;

streckt jedem eure Hand ent⸗ gegen

und laͤdet ihn zu Jesu ein!

Der Himmel ist bei uns auf

Erden,

im Glauben schauen wir ihn an;

die eines Glaubens mit uns werden,

die sehn ihn mit uns aufgethan.

Friedrich von Hardenberg, 1772—1801.

46.

Mel. Valet will ich dir geben.

W' soll ich dich empfangen, und wie begegn ich dir, o, aller Welt Verlangen, o, meiner Seele Zier?

O, Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei, damit, was dich ergötze, mir kund und wissend sei.

2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn.

Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß.