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Evangelisches Gesangbuch / hrsg. von der Bezirkssynode Wiesbaden
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1662.

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Welt nichtig; nichts ist, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ists mehr, als ein Stäublein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ists, das mich heut erfreue, das mich morgen nicht gereue?

2. In der ist alles

3. Aller Trost und alle Freude

ruht in dir, Herr Jesu Christ.

Dein Erfreuen ist die Weide,

da man erst recht fröhlich ist.

Leuchte mir, o Freudenlicht,

ehe mir mein Herze bricht!

Laß, Herr, mich an dir er⸗ quicken;

Jesu, komm, laß dich erblicken!

Advent.

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4. Freu dich, Herz, du bist erhöret; jetzo kommt und zeucht er ein. Sein Gang ist zu dir gekehret! heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu; gieb dich ganz zu seiner Ruh. Offne dein Gemüt und Seele; klag ihm, was dich drück und quäle! 5. Alles dient zu deinem Frommen, auch was bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen, und es treulich mit dir meint. Bleibest du dem wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben.

Paul Gerhardt, 1607—1676.

15.

Mel. Wie groß ist W' wär ich ohne dich gewesen? Was würd ich ohne dich, Herr, sein? Zu Furcht und Aengsten aus⸗ erlesen, stünd ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich sicher, was ich liebte; die Zukunft wär ein dunkles Grab; und wenn mein Herz sich tief betrübte, wer nähm ihm seinen Jammer ab?

des Allmächtgen Güte.

2. Ach, unser Herz war in die Sünde, wie in ein schweres Joch, gespannt; wir irrten in der Nacht, wie Blinde, von Lust und Reu zugleich ent⸗ brannt. er Friede war der Brust entflohen; wie konnten wir uns Gottes freun? Bang hörten das Gesetz wir drohen; denn, ach! es drohte Tod und Pein.

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