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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst] Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen
Entstehung
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und Grausamkeit zu deinem Eigenthum befreit.

8. Auch dir sey ewig Ruhm und Ehre, o heilig werther Gottes Geist, für deines Tro⸗ stes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo was Guts von mir ge⸗ schicht, das wirket nur dein goͤttlich Licht.

9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sün⸗ denschuld unsäglich gnädige Geduld.

10. Vor Andern küß ich deine Ruthe, die du mir auf⸗ gebunden hast. Wie viel thut sie mir doch zu Gute, und ist mir eine sanfte Last. Sie macht mich fromm und zeigt dabei, daß ich von deinen Lieb⸗ sten sey.

11. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich un⸗ ter vieler Plage getreu durch alles hast geführt. Denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr.

12. Wie sollt ich nun nicht

Lob⸗ und Danklieder.

voller Freuden in deinem ste⸗ ten Lobe stehn? Wie wollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphirend einher gehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht trau⸗ rig seyn.

13. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt; ich will dir Freu⸗ denopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wann der Mund wird kraftlos seyn, so stimm ich doch mit Seufzen ein.

14. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden, wann ich bei deinen Engeln bin; da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja

Johann Mentzer, geb, vor. 11856 1724.

Mel. Jesu, meines Lebens ꝛc. 12. Womit soll ich dich wohl loben, mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von oben deines Geistes Kraft, mein Gott! Denn ich kann mit nichts erreichen deine Gnad und Liebeszeichen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!