—
II. Von den Eigenschaften Gottes.
9
rtt, dein Das du, o herr, nicht wissest. Du Uẽch mischaffest, was ich thu; Du ordnest, du beschliessest„ Was mir begegnen immel hsoll. Erstaunt seh ich auf dich; Wie Dann digroß ist dein verstand! Wie wun⸗ Und wiberbar fuͤr mich! werd 3. Wohin, wohin soll ich Vor dei⸗ vig deimem geiste siehen? Wo koͤnnt ich je⸗ eligkeignals wohl Mich deinem aug entzie⸗
rblichlihen? Führ ich gen himmel auf. So
nlen, Pist du, höchster, da; Fuͤhr ich zur
O gutief hinab, Auch hier bist du mir nah.
sey iu 4. Nähm ich auch, schuell zu fliehn,
„SiesDie fittige vom morgen; Selbst an
uth; Wem fernsten meer Blieb ich dir nicht berborgen: Auch da umschloösse mich Doch deine allmachtshand; Denn bist uͤberall, Und dein ist jedes 0
nd.
5, Wollt ich in finglerniß, Mich deinem ang entzie hen, So sucht ich erst ndoch umsonst, Auch da dir zn ent⸗ is, fliehen: Die dickste finsterniß In lund por dir helles licht; Die nacht glanzt,
fuͤrch wi ͤ schen uwie der tag, Bor deinem angesicht
6. Du warst schon uͤber mir In meiner mutter leibe; Du bildetest mein herz, Gott, deß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du Mich wunderbar gemacht, Und meiner, eh ich war, Schon valerlich gedacht.
7. Du kannkest mein gebein, Eh ich aus licht gekommen, Da ich im zunkeln erst Die bildung angenom⸗ men; Dein Auge sah mich schon„Eh ich bereitet war, Und meiner tage lauf War dir schon offenbar.
8. Was fuͤr erkenn misse, Für koͤst⸗ iche gedanken! Unzaͤhlbar sind sie mir; Denn sie sind ohne schranken. Mit ehrfurcht will ich stets Auf dich, mein schopfer, sehn, Dir folgen und dein lob, So gut ich kann, erhoͤhn.
9. Erforsche mich, mein gott, Und brufe, wie ichs meine; Ob ich der wirklich bin, Der ich zu seyn mir scheine Sieh, ob mein kuß vielleicht Sich einem irrweg naht, Und halte mich zuruͤck Auf einem sichern pfad.
versaw inftigdt
Dein Mel. Wer nur den lieben gott ꝛc. allese
rgner oder: Eigene Melodie, Nr. 4. surch nweiser schoͤyfer aller e DaI 6. D dinge, Der alles weiß,
ürkennt, versteht! Nichts ist so groß,
maesnichts so geringe, Das nicht nach
„ Das deiner ordnung geht! Sie ists, die it fügzeme große welt In ihrer daur und ngr kthracht erhält.
ler heitel 2. Die vielen wundervollen werke, uscanas un ern angen fern und nah, cn, MSteht alles, wie durch deine faͤrke, So auch durch deine weidheit da. e gott, inendlich, herr, ist dein verstand; hest muDer ganze weltbau machts bekannt. Vrborgch 3· Mir eben diesen meisterhaͤnden, thnn Ueit welchen du die welt gemacht, neine seegierst du auch an allen enden, unnt, Was du hoͤchstfrei hervorgebracht; r seel Du brauchst, o unerschaffnes licht!
Dder menschen rath und beistand vein—4
3. Weisheit Gottes.
4. Was du zu thun dir vorgenom⸗ men, Kroͤnt auch, so bald du willst, die that; Wenn tausend hindernisse kommen, So triumphirt dein ho⸗ her rath. Den besten zweck wahlt dein verstand: Die mittel stehn in deiner hand.
5. Die menge so verschieduer wil⸗ lenWo jeder seinen weg erwaͤdle, Muß doch den deinen blos erfuͤllen, Der seines zieles nie verfehit, Und aller feinde stolzen wahn Als unver⸗ nunst beschaͤmen kann.
6. O weisheit! decke meiner seele Des eigendunkels thorhelt auf, Da⸗ mit ste dich zum fuͤhrer waͤhle In die⸗ ses lebens ganzem lauf. Ich weiß den weg zur wohlfahrt nicht: Drum leis te mich dein sichres licht!
Z. Du hast mich durch mein gan⸗ zes leben Bisber aufs weiseste ge⸗ fuhrt Ja, dir muß ich die ehre ge⸗ 2 5* du aufs beste mich 1110


