8
Erste Abtheilung.
6. Ja, du bist ewig, stirbest nie, Bleibst ewig meiner seese Der fels, den sterbend ich fuͤr sie Zur sichern zuflucht waͤhle. Denn deine gnad und wahrheit ist So ewig als du selber hist: Heil mir, daß ich dir iraue!
2. Mein leib ist sterblich, nicht mein geist, Den will ich dir vertrauen: Dein wort, das wahrheit ist, ver⸗ helßt, Er soll dein antlitz schanen. Mein fleisch ruht auch mur kurze zeit: Am ernretag der ewigkeit Wirst du es auferwecken.
3. Weun alles um mich her ver⸗ geht, Soll ich doch nicht vergehen; Vor deinem thron, der ewig steht, Soll ich auch ewig stehen. Du giebst
an allem deinem heil, Gott, dein Das d wahren freunden theil: Auch mischaffet gewiß mit ihnen! du bes 9. Einst fallen erd und himmel lfoll. E An deinem weltgerichte: Dann dihroß i ichs dir, daß ich noch hin, Und woderbar in deinem lichte. Dann werd 3. W ewig, ewig seyn, Mich ewig desnem g gnade freun, Und meiner seligkeignals
10. Der seligen nusterblichlhen? Die du mir dort willst schenken, ist du mich in dieser kursen zeit, O galief hir mit ernst bedenken! Sie sey in 4. No trost, mein hoͤchstes guth, SieDie fit ke mich mit kraft und muth; Dem fe
2. Allwissen
Mel. Christ, unser herr, zum jord. ꝛc.
Allwissender vollkommner I 22 A geist! Deß auge alles sie⸗ het, Was nacht und abgrund in sich schleußt, Und dem sich nichts entzie⸗ het; Es kann vor deinem hellen licht Sich kem geschoͤyf verstecken. Was in der sinsterniß geschicht, Das weißt du aufzugecken, Und vor gericht zu dringen.
2. Selbst die gedanken kennest du, Eh sie in mir entstehen, Und was ich wünsche, rede, thu, Daz kañ dein auge sehen. Nor dir ist alles offen⸗ bar; Du pruͤfest heri und nieren, Und alle gründe siehst du klar, Die unser thun regieren; Nichts bleibt vor dir verhorgen.
3. Was deiner frennde hert begehrt Das weißt du, eh sie beten, Ihr seufzen wird von dir erhoͤrt, Eh sie noch vor dich treten. Was deiner feinde rath beschließt, Daß ist dir un⸗ verborgen; Dir, der du ihren an⸗ schlag siehst, Als wie deu lichten mor⸗ gen, Den keine schatten decken.
4 Was nach verstiessung vieler zeit, Nach künftig wird geschehen, Das sieht ein auge allb ereit Ais gegen⸗ waͤrtig sehen. Dir siellt sich alles
recht vor dir zu leben! berbor Doch du bist
land. heit Gottes. 3. N
deutlich dar, Das, was erst•
soll werden, Und was nun ist, liehen was einst war Im himmel und por dir erden Wer sollie dich nicht fuͤrchlspie de 5. Bleibt gleich vor menschen u ches noch In dieser welt versan gen: So wird dein auge kuͤnftigdi Die finsterniß besiegen Dein el.; pa theiisches gericht Wirb alleses en decken, Was im verborgner odet geschicht, Und schande,—½ Resen Wird dann die ha 6. tresfen, rken 6. Laß mich, o böctke maelichꝛe Dein helles auge scheuen, Das einer kein heuchler hintergeht Mit fal schmeicheleien. Durchdring 107 tig seel und geist Mit deiner heite. Di blicken. Laß, was geheim schanas heißt, Samt allen boͤfen tüchn, MGleht stets sorgfaͤltig meiden. So au Mel. O gott, du fromme gott, Inend! 1 HDit du erforschest muDer ge 5. Dir bin ich unverboren 3. M Du kennst mein ganzes thun Mit w alle meine sorgen; Was neine seegier denkt, War dir bereits heannt, Was der gedanke noch In meiner seel DWu br stand. Der n
2. Nie spricht mein murd ein—4


