Vorrede. ́II
vorkommen: so werden diejenigen, die sih dieser neuen Ausgabe bedienen, nur etwas lei⸗ ser mitsingen duͤrfen, und so wird aller Miß⸗ ö klang leicht vermieden werden. Unter andern sind die Lutherischen Lieder ganz unveraͤndert geblieben; ob es gleich so strafbar nicht seyn duͤrfte, auch diesen die noͤthigen Verbesserun⸗ gen zu geben, da nicht allein Luther selbst sich dieses Recht bei manchen zu seiner Zeit vor⸗ handenen Liedern angemaaßet, und nicht selten/ zumal in den von ihm deutsch uͤbersetzten Ge⸗ saͤngen, einen ganz andern Sinn untergelegt hat, wie z. B. in dem bekannten Lobgesange: Herr Gott, dich loben wir ꝛc., sondern auch bereits ehedem schon seine eigenen Lieder von andern veraͤndert, zum Theil auch verstuͤm⸗ melt worden sind, ob sie gleich noch immer fuͤr Luthers Lieder gelten, wie das Lied: Gott der
Vater wohn' uns bei, und der Glaube/ der
urspruͤnglich aus 4 Versen besteht, so wie jenes 3 von einander verschiedene Verse hatte. Indessen wird es dem groͤßten Theile ange⸗ nehmer seyn, daß sie ganz unveraͤndert beibe⸗
hal⸗


